"Das Quarantänelager Nesow" - Filmpremiere und Buchvorstellung
Über zwei Jahrzehnte lebte Elisabeth Hille mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern im Vertriebenenlager Nesow. Doch von dem einstigen Aufnahme- und Quarantänelager in Nesow sind heute kaum noch physische Spuren vorhanden. „Daheim ist Tschechien, hier bin ich Zuhause“ sagt Frau Hille heute.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs flohen rund 900.000 Menschen nach Mecklenburg und verdoppelten damit nahezu die Bevölkerungszahl des bis dahin dünn besiedelten Landes. Bereits 1944 zogen Flüchtlingskarawanen, vor allem aus den zunehmend von der Roten Armee eroberten Regionen Ostpreußen und Pommern kommend, durch das Gebiet des heutigen Landkreises Nordwestmecklenburg. In Nesow existierte von 1946 bis in die 1970er Jahre ein Aufnahme- und Quarantänelager, in dem zeitweilig bis zu 4.000 Menschen lebten, zum großen Teil katholische Flüchtlinge aus Nordböhmen und Schlesien. Die letzten Bewohner verließen das ehemalige Lager im Jahr 2013.
Bereits im vergangenen Jahr widmete sich die Klosterstadt Rehna dem Vertriebenenlager Nesow im Rahmen einer Gedenkveranstaltung „80 Jahre Lager Nesow“. Einige der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers, Nachkommen der Zeitzeugen sowie zahlreiche Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil. Der Historiker Christoph Wunnicke aus Schwerin konnte im Rahmen dieser Gedenkveranstaltung Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen führen, sammelte Zeitzeugenberichte, Urkunden, Dokumente, Fotos und sogar einige Gegenstände aus der Zeit des Vertriebenenlagers und fasste seine Forschungsergebnisse in seinem Buch „Das Quarantänelager Nesow“ zusammen.
Parallel setzten sich Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums Gadebusch mit der Historie der Nachkriegs-Flüchtlingsbewegung und des Lagers Nesow auseinander. Unter der Leitung ihres Lehrers Marcel Lütjohann entwickelten sie einen Film zum Vertriebenenlager Nesow.
Am 21. Juni 2026 um 15 Uhr werden das Buch und der Film vorgestellt. Im Ambiente des historischen Gerichtssaals der Klosteranlage Rehna werden Christoph Wunnicke und die Gadebuscher Filmemacher ihr Schaffen präsentieren. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen vom Klosterverein Rehna e.V. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Informationen: Kloster- und Stadtinformation Rehna Kirchplatz 1a, 19217 Rehna 038872/ 527 65 | info@kloster-rehna.de www.kloster-rehna.de
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs flohen rund 900.000 Menschen nach Mecklenburg und verdoppelten damit nahezu die Bevölkerungszahl des bis dahin dünn besiedelten Landes. Bereits 1944 zogen Flüchtlingskarawanen, vor allem aus den zunehmend von der Roten Armee eroberten Regionen Ostpreußen und Pommern kommend, durch das Gebiet des heutigen Landkreises Nordwestmecklenburg. In Nesow existierte von 1946 bis in die 1970er Jahre ein Aufnahme- und Quarantänelager, in dem zeitweilig bis zu 4.000 Menschen lebten, zum großen Teil katholische Flüchtlinge aus Nordböhmen und Schlesien. Die letzten Bewohner verließen das ehemalige Lager im Jahr 2013.
Bereits im vergangenen Jahr widmete sich die Klosterstadt Rehna dem Vertriebenenlager Nesow im Rahmen einer Gedenkveranstaltung „80 Jahre Lager Nesow“. Einige der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers, Nachkommen der Zeitzeugen sowie zahlreiche Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil. Der Historiker Christoph Wunnicke aus Schwerin konnte im Rahmen dieser Gedenkveranstaltung Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen führen, sammelte Zeitzeugenberichte, Urkunden, Dokumente, Fotos und sogar einige Gegenstände aus der Zeit des Vertriebenenlagers und fasste seine Forschungsergebnisse in seinem Buch „Das Quarantänelager Nesow“ zusammen.
Parallel setzten sich Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums Gadebusch mit der Historie der Nachkriegs-Flüchtlingsbewegung und des Lagers Nesow auseinander. Unter der Leitung ihres Lehrers Marcel Lütjohann entwickelten sie einen Film zum Vertriebenenlager Nesow.
Am 21. Juni 2026 um 15 Uhr werden das Buch und der Film vorgestellt. Im Ambiente des historischen Gerichtssaals der Klosteranlage Rehna werden Christoph Wunnicke und die Gadebuscher Filmemacher ihr Schaffen präsentieren. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen vom Klosterverein Rehna e.V. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Informationen: Kloster- und Stadtinformation Rehna Kirchplatz 1a, 19217 Rehna 038872/ 527 65 | info@kloster-rehna.de www.kloster-rehna.de
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