Golßen
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Die Stad Golßen entwickelte sich im 12. Jahrhundert im Zuge der Ostkolonisierung. Die Burg der Stadt, die sich am Rande einer Sanddüne auf einem slawischen Rundwall befand und von einem breiten Graben umgeben war, zählte bis ins 15. Jh. zu den "festesten Plätzen der Niederlausitz. Heute sind die Reste ihrer Grundmauern unter dem Utzenberg, nördlich der Stadt verborgen. Die älteste, erhalten gebliebene Urkunde der Stadt ist auf den 21. Oktober 1276 datiert. Das Rathaus, ein Backsteinbau im neugotischen Stil aus dem Jahre 1906 und die klassizistische Kirche mit einer Bauzeit von 1811 bis 1845, bilden die Silhouette der Stadt. Das Golßener Schloss, ein Putzbau mit barocken und klassizistischen Zügen, erbaute 1721-1725 Johann Just Vieth, der von August dem Starken zu Vieth von Golßenau geadelt wurde. Die Seitenflügel wurden unter der Herrschaft des Reichsgrafen Friedrich Heinrich Ludwig Solms zu Baruth 1852 angefügt. Von 1948 bis 1991 war in diesem Gebäude das erste Landambulatorium der DDR untergebracht. In der zum Schloss gehörenden Parkanlage befindet sich ein gusseisernes Denkmal, das der Gräfin Amalie Sophie Henriette von Fontana gewidmet ist, die hier von 1797 bis 1810 segensreich für die Stadt wirkte und ein aus rotem Sandstein gefertigtes Denkmal, welches bis 1976 auf dem Marktplatz an die Gefallenen von 1871 erinnerte. Die Distanzsäule auf dem Lindenplatz mit den Entfernungsangaben "IX"Meilen bis Berlin" erinnert an den Bau der Straße Berlin-Cottbus im Jahre 1843. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt um 1900. Im Zentrum des Dreiecks der Metropole Berlin, Leipzig, Dresden, entwickelte sich Golßen zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort mit ländlich reizvollen Wohn- und Lebensverhältnissen.
