Erstmals urkundlich erwähnt wurde Grünheide (Mark) im Jahr 1563 durch den jagdfreudigen Kurfürsten Joachim II. Geprägt wurde die Landschaft durch die Weichseleiszeit. Ausgedehnte, artenreiche Wälder umrahmen die Seen (Werlsee, Peetzsee und Möllensee), werden von den Flüssen Spree und Löcknitz mit ihren Ausläufern durchzogen und bilden eine bemerkenswerte Niedermoorlandschaft (Naturschutzgebiet), in der sich auch vom Aussterben bedrohte Arten wie der Baldrian-Schneckenfalter, der Waldwasserläufer, die bunte Erdzikarde und die Sibirische Schwertlilie bei einer Wanderung entdecken lassen.
Empfehlenswert ist es, die Natur vom Wasser aus zu genießen, z.B. als Angler, per Motorboot, mit dem Paddel oder auf dem Dampfer der Reederei Kutzker. An den zahlreichen Naturbadestellen bietet das klare Wasser immer ein erholsames Erlebnis (Werlsee Nordstrand mit dem Kletterwald disati, Werlsee Südstrand „Am Eichbrand“, Peetzseestrand „Am Schlangenluch“). Gemütliche Gaststätten bieten lauschige Plätze, teilweise mit Biergarten direkt am Wasser.
Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum Wappentier von Grünheide – der Europäischen Sumpfschildkröte – im Gehege auf dem Löcknitzcampus. Noch vor ca. 50 Jahren waren die Tiere hier in der Wildnis anzutreffen. Ein kultureller Anziehungspunkt ist das einstige Schulgebäude am Werlsee – das frisch sanierte und rekonstruierte Robert-Havemann-Klubhaus. Es beherbergt die heimat-geschichtliche Dauerausstellung mit vielen Exponaten, vom Schiffsmodell bis zu Keramiken.
Grünheide (Mark) ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert…
