Rießen ist eines der nördlichsten Dörfer der Niederlausitz und wurde 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1356 gehörte das Angerdorf zum Besitz des Klosters Neuzelle. 1922 begann in der Rießener Grube „Puck“ der Braunkohleabbau, dessen stillgelegtes Areal heute einen kleinen See mit ruhiger Atmosphäre für Angler und Erholungssuchende bietet.
Sehenswert sind die Fachwerkkirche aus dem 16. Jahrhundert, die Heimatstube mit Ausstellungsstücken zur Bergbaugeschichte sowie Schul-, Küchen- und Wohnräumen aus früheren Zeiten, der Dorfteich und der Dorfanger.
Etwa drei Kilometer nordwestlich liegt der Wohnplatz Rautenkranz am Oder-Spree-Kanal. Er entstand 1740 auf Anordnung des sächsischen Kurfürsten als Rastplatz für reisende Kaufleute an der Landesgrenze. Heute verbindet hier eine Brücke Rautenkranz mit Groß Lindow auf der anderen Kanalseite.
Rießen ist ein Ortsteil der Gemeinde Siehdichum.
