Alter Bahnhof Ulm

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Der Nachbau der Wartehalle der Ulmtalbahn bietet Radfahrern und Wanderern Zuflucht vor schlechtem Wetter. Auch bei gutem Wetter ein genialer Rastplatz mit wunderschöner Aussicht.

Die Ulmtalbahn befuhr im vergangenen Jahrhundert die Trasse des jetzigen Ulmtalradwegs. Zwischen 1921 und 1976 verkehrte sie als der legendäre Balkan-Express von Stockhausen (Lahn) nach Beilstein (Dillkreis) und umgekehrt. Dampflokomotiven und Schienenbusse beförderten über einen Höhenunterschied von beachtlichen 245 m Personen und heimische Rohstoffe.

Die zerklüftete Westerwälder Landschaft, in welche die Arbeiter die Schienen mit viel Geschick einpassten, erinnerte wohl an das Gepräge des Balkans in Südeuropa (Karl May: „Durchs wilde Kurdistan“). So erhielt die Ulmtalbahn ihren Namen „Balkan-Express“.

Die Trasse der Ulmtalbahn wird heute für den rund 21 km langen Ulmtalradweg genutzt. Der überdachte Rastplatz ist der Original-Wartehalle des Ulmer Bahnhofs nachempfunden, in welchem zwar keine Fahrkarten verkauft wurden, welches aber den Reisenden Schutz vor Wind und Wetter bot. Heute tut das Wartehäuschen gleiches für Radfahrer und Wanderer. Bei gutem Wetter ist die ist nebenan befindliche Picknickgruppe ein genialer Rastplatz mit wunderschöner Aussicht.

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