"Eifel-Camino" in Monreal
Einer der vielen früheren Jakobswege in Europa führte einst von Andernach am Rhein in Richtung Trier an der Mosel. Diese bedeutende Pilgerroute folgte einer ehemaligen Römerstraße. Die Bezeichnung "Eifel-Camino" steht für eine Namensverwandschaft mit dem spanischen "Camino de Santiago", die beide ein gemeinsames Ziel haben: das Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostella.
Auf Initiative der St. Matthiasbruderschaft in Mayen wurde ein Teil der alten Route wieder neu ausgeschildert: von Andernach-Namedy bis zum Heunenhof bei Monreal führen Pilgersteine und Basaltstehlen mit dem gelben Symbol der Jakobsmuschel die Pilger auf den richtigen Weg. Die Schmalseite der Muschel zeigt dabei die Richtung an, in die der Weg verläuft. Zudem findet man entlang des Weges ergänzend die Markierung einer gelben Muschel auf blauem Grund – das europaweit gültige Kennzeichen der Jakobswege.
Die Route selbst führt von Andernach-Namedy nach Andernach und Miesenheim, dann weiter über Plaidt, Kretz, Kruft, Fraukirch bis nach Kottenheim, von dort über Mayen und Monreal bis zum Heunenhof. Die Gesamtstrecke des „Eifel-Caminos“ im Landkreis Mayen-Koblenz beträgt rund 40 km. Vom Heunenhof aus führt der Jakobsweg den Wanderer oder Pilger im benachbarten Landkreis Cochem-Zell bis zum Kloster Maria Martental und dann weiter bis nach Trier. Zwischenzeitlich ist die Weiterführung des "Jakobsweges" bis nach Trier im Zeichen der Jakobsmuschel im Zusammenwirken mit der Sankt-Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland und den örtlichen Gemeinden und weiteren ehrenamtlichen Jakobsakteuren gelungen.
Ab Klausen führen der Eifel-Camino und der Mosel-Camino gemeinsam nach Trier.
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