Erzverladeanlage Ahausen
Ab 1830 wurde im nahegelegenen Allerheiligenstollen durch den Nieverner Bergwerks- und Hüttenverein Eisenerz abgebaut. Nach Erreichen des Grundwasserspiegels im Jahr 1885 musste die Förderung jedoch eingestellt werden.
Die längste Betriebsperiode begann 1928, als die Grube Allerheiligen, mittlerweile im Besitz der Firma Buderus, wieder eröffnet wurde. Der Ottostollen wurde instandgesetzt und ein zweiter Ausgang geschaffen, um die Wasserlösung zu gewährleisten. So konnte Erz bis 1960 gewonnen werden, bevor die Förderung aufgrund starker ausländischer Konkurrenz unrentabel wurde.
Ab 1934 transportierten kleine Diesellokomotiven das Erz durch den Ottostollen direkt über die Ahäuser Brücke zur Verladeanlage am Bahnhof Weilburg. 1936 wurde eine Brech- und Klassieranlage errichtet, um den Roteisenstein zu zerkleinern, aufzubereiten und zu verladen. Nach der Zerstörung der Ahäuser Brücke im Zweiten Weltkrieg wurde das Erz per Seilzug zum Bahnhof Weilburg befördert. Ab 1955 erfolgte der Transport des aufbereiteten Erzes aus Kostengründen per LKW, wodurch die Verladeanlage an Bedeutung verlor.
Heute wurde die Verladeanlage durch den Heimatverein Ahausen e.V. instandgesetzt und dokumentiert die industrielle Vergangenheit der Region.
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