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Freier Platz
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Brunnen Freier Platz

Der Freie Platz bildete den Schnittpunkt von drei Hauptstraßen, die das ursprüngliche Dorf in Richtung der jeweiligen Torwerke nach Osten, Süden und Westen durchzogen. Einst auch als „Markt“ bezeichnet, war er seit dem späten Mittelalter Schwerpunkt des dörflichen Lebens.

Die den Platz begrenzenden traufständigen Gebäude stammen aus dem 17.- 19. Jahrhundert. Die westlichen Baufronten, die während des 19. und 20. Jahrhunderts mehrfach erweitert wurden, gehen im Kern auf die Gemeindefeuerkammer“ (1594 erwähnt) und die „Gemeindescheuer“ (1626 erwähnt) zurück. 

Die nördliche Platzwand bildet rückwärtig das stark veränderte ehemalige Gemeindebackhaus (Backesgasse), in dem - gut beheizt - bis 1848 die Amtsstuben der ersten Verwaltung untergebracht waren.

Wenn auch z. T. nur noch in Grundformen erkennbar, so spiegeln die übrigen größeren Wohn- und Wirtschaftsgebäude rings um diese Ortsmitte das für Rheinhessen so charakteristische Bild zur Straße hin geschlossener barocker Hofanlagen wieder.

In der Platzmitte befand sich noch bis 1844 die „Weed“, ein künstlich angelegter Teich, der als Viehtränke und Feuerlöschstelle diente. Im Wiegehäuschen befand sich die Gemeindewaage.

An der östlichen Seite hebt nun ein als „Wasserwerk“ bezeichneter Sandsteinbrunnen in schlichter Gestaltung die technischen Errungenschaften des späten 19. Jahrhunderts hervor. 

Ländliche Zierde des Freien Platzes ist heute die aus einem benachbarten Weingut stammende, bestens erhaltene Eichenholzkelter (18. Jh.).

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