Kapuzinerkirche mit Figuren der Karfreitagsprozession
Das heutige Bruder-Konrad-Haus am Kirchplatz 8 in Lohr am Main hat eine bewegte Geschichte: Ursprünglich ein hochmittelalterlicher Wohnturm der Grafen von Rieneck, wurde der Bau von 1651 bis 1664 zum Kapuzinerkloster umgebaut, an das sich die Kirche St. Joseph anschloss. 1969 wurde das Kloster aus Personalmangel geschlossen, heute wird es für kirchliche und soziale Zwecke genutzt.
In der Kirche sind kunstvoll geschnitzte Figuren ausgestellt, die jedes Jahr während der feierlichen Karfreitagsprozession durch die Lohrer Altstadt getragen werden und Einblick in die religiösen Traditionen und das handwerkliche Können vergangener Jahrhunderte bieten. Jede der 13 teils lebensgroßen Figuren erzählt ihre eigene Geschichte und trägt zur feierlichen Atmosphäre der Karwoche in Lohr am Main bei.
Jede Station der Prozession wird dabei von einer Handwerkerzunft betreut, die sich auch unter dem Jahr um die Prozessionsfiguren kümmern. Zahlreiche Einheimische und Touristen säumen jedes Jahr bei der Karfreitagsprozession, bei der es sich um eine der ältesten in Deutschland handelt, die Straßen der Altstadt.
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