Schutzbunker im Lahar

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Als 1943 auch im Brohltal die Bombenangriffe zunahmen, beschlossen Niederzissener Bürger, selbst für Schutz zu sorgen. Mit einfachen Mitteln – ausgestattet lediglich mit Pickeln, Schaufeln und „Schurreskarren“ – legten sie am Ende der Klosterstraße einen für damalige Verhältnisse erstaunlich großen Schutzbunker im Traß-Berg an.

Der Hauptgang des Bunkers ist 53 Meter lang, die Stollen sind im Durchschnitt 1,80 Meter hoch. Insgesamt wurden rund 300 Kubikmeter Gestein von Hand aus dem Berg geschafft. Bei Luftangriffen bot die Anlage etwa 300 bis 400 Menschen Schutz. Vor allem die kleinen Kammern entlang der Stollen wurden von den beteiligten Familien eigenhändig in den Berg gegraben.

Bis heute befindet sich der Bunker in einem bemerkenswert guten und vor allem sicheren Zustand. Dies wurde auch 2026 vom Landesamt für Geologie und Bergbau bestätigt. Aufgrund seiner Größe und besonderen Anlage ist der Bunker in der Region einzigartig.

Doch der Bunker ist nicht nur ein außergewöhnliches Zeugnis aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Er ist zugleich ein wichtiger Teil der Niederzissener Dorfgeschichte. Aus diesem Grund widmet sich der Kultur- und Heimatverein Niederzissen nun diesem spannenden und geheimnisumwitterten Relikt und macht es für Interessierte erlebbar.

Besichtigungen sind grundsätzlich am letzten Samstag eines Monats zwischen 10 und 14 Uhr möglich. Zusätzliche Gruppenführungen können auf Anfrage vereinbart werden.

Winterpause: November bis einschließlich März

Anmeldung und weitere Informationen:
info@KHV-Niederzissen.de
Tel. 02636/970095

Interessiert? Dann einfach unverbindlich anfragen!

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