Übersichtstafel Märchenpfad im Kurpark am Greif in Salzgitter-Bad

Infopunkt

Das ehemaliges Kunstprojekt in Salzgitter-Bad lädt heute zu einem abwechslungsreichen Spaziergang durch den Kurpark ein.

Über der Stadt, auf dem südlich gelegenen Greif, befand sich einst die Kalischachtanlage "Fürst Bismarck".  Nachdem man im nahen Thiede und Vienenburg bereits das für die Bodendüngung begehrte Kalisalz zu Tage förderte und dort auch beträchtlichen Profit erzielte, begann man auch in Salzgitter nach Kalivorkommen zu suchen.     

1895 wurde öffentlich gemacht, dass hinter der im Volksmund als Eggelingslust bezeichneten Wiese auf dem Greif abbauwürdige Kalisalzvorkommen entdeckt wurden. Die Bauarbeiten des Kalibergwerkes begannen am 17.April 1896 und am 01. April 1897 bekam der Schacht mit Zustimmung des Reichskanzlers den Namen "Fürst Bismarck". Es entstand eine weiträumige Übertageanlage mit Kesselhaus, Fördergerüst, Schachthalle und Zechenhaus. Diese Aktivitäten lösten in der Bevölkerung lebhaftes Interesse aus, sodass ein Teil der erheblichen  Baukosten von sieben Millionen Goldmark über Anteilscheine eingeworben werden konnte.    

Die Suche nach ergiebigen Kalivorkommen blieb aber  erfolglos. Nach einem Laugeneinbruch auf der 1075 m-Sohle am 28. März 1903 musste das Bergwerk stillgelegt werden. Das endgültige Aus des Kaliwerks Salzgitter kam 1904, als Pioniere der kaiserlichen Armee aus Magdeburg den Schacht verfüllten und die Bauten über Tage sprengten.     

Im Laufe der Zeit wucherten die Mauerreste der Anlage zu, bis sich Reinhard Martin Stoot, genannt "Onkel Stoot", der Ruinen annahm. Das Gelände wurde nach dem ersten Weltkrieg von arbeitslosen, jungen Männern und Kindern unter Anleitung von Onkel Stoot in eine Grünanlage mit Bäumen, Büschen und Grünflächen umgestaltet. Die Trasse der alten Kalibahn bildete das Fundament für den heutigen  „Birkenweg“ und aus den Steinresten und Schutthalden des Kaliwerkes schuf er  der Märchenwelt entlehnte Figuren und Baulichkeiten.

Während des 3. Reiches wurde dieser "Märchenwald" als "entartete Kunst" eingestuft. So beschloss der Rat 1938 die "Entkitschung des Greifparks" und ließ im Januar 1940   die Aufbauten sprengen.

Entlang der  Wege des heutigen Greifparks  finden  Sie Informationstafeln. Sie zeigen die ehemaligen Standorte der Märchenfiguren und  Aufbauten sowie  historische Fotos der jeweiligen Skulpturen.
Auf allen Tafeln können Sie über die QR-Codes weitere Informationen erhalten, durch einen virtuellen Stempel und ein Quiz Punkte sammeln und tolle Preise gewinnen. Schauen Sie rein und machen Sie mit, es lohnt sich!

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Gut zu wissen

Öffnungszeiten

jederzeit kostenfrei zugänglich

Preisinformationen

kostenfrei zugänglich

Anreise und Parken

Anreise
Über die B6 oder B248 bis Salzgitter-Bad, der Aussschilderung zum Thermalsolbad folgen.

Parken
kostenfreie Parkplätze vor dem Thermalsolbad (Parkallee 3)
Das Parken ist auch problemlos entlang der Bismarckstraße in diesem Abschnitt möglich.

Öffentliche Verkehrsmittel
Salzgitter-Bad verfügt über einen eigenen Bahnhof, der an das Regionalbahnnetz angeschlossen ist. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist "Salzgitter-Bad, Abzw. Thermalsolbad" der Linien 618 und 628.

Organisation

Tourist-Information Salzgitter c/o Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH

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Tourist-Information Salzgitter
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