Waldaubacher Sagenweg Sage 6

Sonstiges

Der Seidenstein (auch Seitenstein)

Zwischen Rothaarsteig und WesterwaldSteig bietet der Waldaubacher Sagenweg (9 km) wunderschöne Aussichten und zwölf spannende Sagen.

Sage 6

Der Seidenstein (auch Seitensetein)

Der Seidenstein (auch Seitenstein) liegt etwas hoch, ganz von Wald verdeckt, auf der linken Seite des Weges von Westerburg aus in der Gemarkung Hellenhahn, und ist eine aufgetürmte, zerklüftete Steinmasse, von dem die Sage allerlei Abenteuerliches erzähit. Nach einigen soll es ein altes, verwünschtes Schloss sein, wo eine weiße Jungfrau auf Erlösung harrt. Von den vielen Märchen, welche dass Volk vom Seidenstein und seinen Bewohnern, den Kobolden oder Gnomen, erzählt, will ich nur eins nacherzählen. Ein Mann von Pottum, (nahe bei Hellenhahn) namens Heinrich Doll, soll einmal in die Nähe gekommen sein, da gerade die Berggeister ihre Schätze offenliegen hatten. Staunend bleibt er stehen und schaut dieselben stillschweigend an. Ein Zwerg ober ruft ihm zu: _Henri Doll, pack alle Täschen und Hänn (Hände) volll" Der aber denkt: Auf nach Hause und hol dir einen Sack, findet aber bei seiner Rückkehr weder Berggeister noch Schätze. Einem anderen sollen die Berggeister jede Nacht eine Dickedonne (Laubthaler) auf den Feuerherd gelegt haben. Im Ganzen zeigten sie sich gegen die Bewohner der Gegend wohltätig, wenn auch zuweilen schalkhaft.

Sage 12 aus dem Buch
"Sagen des Westerwaldes"
Westerwaldverein e.V.

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