Zisterzienser Abtei Marienstatt
Die Zisterzienserabtei Marienstatt liegt wenige Kilometer von Hachenburg entfernt im Tal der Nister und zählt zu den bedeutendsten Klöstern im Westerwald. Gegründet wurde die Abtei im Jahr 1212 von Mönchen aus dem Kloster Heisterbach, zunächst nahe Neunkhausen und später am heutigen Standort. Der Name „Marienstatt“ bedeutet sinngemäß „Stätte Mariens“ und geht auf eine alte Legende um einen mitten im Winter blühenden Weißdornstrauch zurück. Besonders eindrucksvoll ist die frühgotische Basilika, die als eine der ältesten gotischen Kirchen rechts des Rheins gilt. Im Inneren befinden sich unter anderem historische Chorstühle, eine große Orgel und das bekannte Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes. Über viele Jahrhunderte hinweg prägte die Abtei das religiöse und kulturelle Leben der Region. Heute leben und arbeiten hier weiterhin Zisterziensermönche, gleichzeitig ist Marienstatt ein offener Ort für Besucher, Pilger und Ausflugsgäste. Zum Gelände gehören außerdem ein Brauhaus, ein Gästehaus, ein Gymnasium, eine Buchhandlung sowie der barocke Klostergarten. Die Umgebung mit der historischen Steinbrücke über die Nister und den umliegenden Wanderwegen lädt zu ruhigen Spaziergängen und kleinen Auszeiten ein. Die Abtei Marienstatt wirkt dabei vor allem wie ein lebendiges Stück Westerwälder Geschichte und Gegenwart.
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