Liewerfrauenweg (Streifzug #25)

15,34 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Wandern
  • 4:08 h
  • 15,34 km
  • 206 m
  • 206 m
  • 68 m
  • 205 m
  • 137 m
  • Start: Gründer- und Technologiezentrum, Lieferkontor, Grünewalder Straße 29-31, 42657 Solingen
  • Ziel: Gründer- und Technologiezentrum, Lieferkontor, Grünewalder Straße 29-31, 42657 Solingen
Der Liewerfrauenweg (Streifzug #25) präsentiert als regionaler Themenweg die Historie der Solinger Liewerfrauen. Dieser Rundweg integriert kulturhistorische Stätten im Bergischen Land. Einkehrmöglichkeiten sowie eine gute ÖPNV-Anbindung sind vorhanden.
Der Liewerfrauenweg, als Streifzug #25 im Bergischen Wanderland konzipiert, widmet sich der historischen Rolle der sogenannten „Liewerfrauen“. Diese Frauen beförderten bis in die 1920er Jahre hinein gefertigte oder teilfertige Stahlwaren in Körben auf dem Kopf aus den Kotten an Bächen oder der Wupper zu den höher gelegenen Solinger Kaufmannskontoren. Dieser thematische Rundweg vergegenwärtigt symbolisch ihre beschwerlichen Routen und erschließt dabei diverse historische Stätten der Region. Er verläuft entlang historischer Achsen, die von der vormaligen Stahlwarenfabrik Friedr. Herder Abr. Sohn, heute ein Gründer- und Technologiezentrum, zum über 400-jährigen Wipperkotten an der Wupper reichen. Die Strecke ist durchgängig beschildert und gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden, zudem bieten sich entlang des Weges diverse Einkehrmöglichkeiten. Die Tour lädt ein, die industriegeschichtlichen Wurzeln Solingens immersiv zu erleben.

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Die Wanderung startet am Gründerzentrum. Es enthält noch das Lieferkontor der Firma Herder, das die Waren der Liewerfrauen entgegennahm. 1727 als Firma gegründet, reicht der Familienbetrieb bis 1623 zurück. Es geht in das Pilghauser Bachtal und dort durch die Hofschaften Oben-, Mittel- und Untenpilghausen. Der Ort, wohl nach einem Pilgerweg benannt, wird erstmals 1334 aktenkundig, Unten im Wald erspäht man erst den Pilghauser, dann der Neuenhauser Kotten, Beide stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der Nöhrenkotten, auf den der Weg dann zugeht, bestand schon vor 1715. Die Betriebe wurden zu Wohnhäusern umgebaut, so auch die weiter unten im Nacker Bach gelegene Brücker Mühle. Vom Waldrand sehen Sie das Gutshaus der alten Wasserburg Schirpenbruch. Der einstige Rittersitz, Lehnsgut der Grafen von Berg und Sitz der Familie Schirpe, reicht in die Anfänge des 15. Jahrhunderts zurück. Es folgen die Ölmühle von 1685 und die unterhalb der gleichnamigen Hofschaft gelegene Haasenmühle. Diese bestand bereits 1711 und beherbergt jetzt ein Restaurant.

Wer die Strecke abkürzen oder teilen will, kann von der Haltestelle "Haasenmühle" aus den Bus Linie SB25 zum "Technologiezentrum" nehmen. 

Die Wanderung führt weiter zur Wipperaue und dem vor der Ortschaft Wippe gelegenen Wipperkotten, der schon 1605 zum Gut Nesselrode auf der anderen Wupperseite gehörte. Der Außenkotten der Doppelkottenanlage wird heute als Industrie- und Schleifermuseum genutzt. Der Schaafenkotten dahinter ist nicht mehr vorhanden.

Der Hohlenpuhler Weg, an dem ebenfalls ein Kotten stand, führt zur Friedrichsaue. Noch vor Friedrichstal biegt dann ein Wanderweg links in den Wald ab und führt steil hinauf zur Friedrichshöhe. Oben hat man eine beeindruckende Fernsicht bis in die Rheinebene!

Über die Lache geht es ins Weinsbergtal. Dort standen einst mindestens 23 Kotten oder Mühlen, am Bach aufgereiht wie Perlen an einer Kette. Einige davon, zu Wohnhäusern umgebaut, gibt es noch heute. So kommen Sie am Enderskotten aus dem 18. Jahrhundert und der Johänntgesbrucher Mühle von 1660 entlang, die einst als Schleifkotten und Fruchtmühle diente. Dann geht es durch dichten Wald. Dort, wo zwischen Bäumen ein einzelnes Haus aufschimmert, stand früher der Evertzkotten. Vom Lauterjungs-, Schaafen-, Claubergs- und Wüsthofskotten ist nichts mehr vorhanden, vom Pereskotten kündet nurmehr die gleichnamige Straße. Am Abzweig zur Regerstraße trifft der Weg auf den Küllenbergs Kotten. Vor dessen Errichtung 1837 stand ab 1720 die Platzhofer Mühle dort. Das Gebäudeensemble, wie es heute zu sehen ist, entstand 1885.

Nach Überquerung der Platzhofstraße kommen Sie zum Wohnhaus der früheren Königsmühle. Darin betrieb man lange Zeit eine Gastwirtschaft. Die Mühle selber wird schon 1488 als Claismühle aktenkundig. Am ehemaligen Königsmühler Kotten vorbei, geht es linksum durch den Park und die Spar- und Bauverein-Siedlung Weegerhof. Über Zweig-, Gas- und Grünewalder Straße kommen Sie dann zurück zum Gründerzentrum.

Toureigenschaften

  • Beschilderung

  • Einkehrmöglichkeit

  • Gute Anbindung an ÖPNV

  • Rundweg

Anreise und Parken

Mit dem Auto: Gründer- und Technologiezentrum, Grünewalder Str. 29-31, 42657 Solingen

ÖPNV: S-Bahn Haltepunkt Grünewald oder mit dem Bus 682 bis zur Haltestelle Grünewald 

Autor:in

Das Bergische GmbH - Bergisches Haus
Friedrich-Ebert-Straße 75
51429 Bergisch Gladbach

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