Siebengebirge - Geowanderung: Stenzelberg

11,89 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Kondition: leicht
Wandern
  • 3:35 h
  • 11,89 km
  • 342 m
  • 342 m
  • 170 m
  • 347 m
  • 177 m
  • Start: Wanderparkplatz Stenzelberg
Die Geowanderung am Stenzelberg im Siebengebirge bietet einen aufschlussreichen Einblick in die vulkanische Vergangenheit der Region. Innerhalb des ehemaligen Steinbruchs wurde Quarz-Latit abgebaut, ein signifikantes vulkanisches Gestein aus der Tertiärzeit. Dieses Material ist integraler Bestandteil des weitestgehend erodierten Siebengebirgsvulkans, dessen Entstehung im späten Oligozän erfolgte. Charakteristisch für den Quarz-Latit ist seine Zusammensetzung aus Feldspat, Quarz und markanten, bis zu mehreren Zentimetern großen schwarzen Einsprenglingen von Hornblende. Diese Kristalle bildeten sich durch eine langsame Abkühlung der Schmelze in einer tiefgelegenen Magmenkammer und wurden während des Aufstiegs des Magmas mitgeführt. Das Gestein erstarrte überwiegend nicht an der Erdoberfläche, sondern formierte sich kurz darunter zu einer annähernd kreisförmigen Quellkuppe innerhalb des älteren Trachyttuffs, der im Steinbruch nicht aufgeschlossen ist. Ein besonderes Merkmal ist der an der nordwestlichen Ecke des Steinbruchs gelegene, freistehende Felsturm, von früheren Kletterern „Campanile Basso“ genannt. Hier tritt blasig aufgeschäumter Latit zutage, welcher als Oberflächenaustritt und Flankenausbruch des Siebengebirgsvulkans interpretiert wird. Die Rundtour am Stenzelberg verbindet diese geologischen Phänomene mit kulturellen Aspekten und bietet in der Umgebung Gelegenheiten zur Einkehr, was die Wanderung als Ganzes bereichert.

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt des Rundwegs ist der Mantelparkplatz an der L 268. Vom Parkplatz nach Süden und später Osten auf dem Wanderweg in etwa 10 Minuten zum Aufschluss wandern. Direkt südlich liegt das Einkehrhaus Waidmannsruh malerisch im Wald und lockt mit regionalen Gerichten.

Toureigenschaften

  • Einkehrmöglichkeit

  • Familienfreundlich

  • Kulturell interessant

  • Rundweg

Anreise und Parken

A59 und B42 bis Ausfahrt Niederdollendorf, dann auf der L 268 in Richtung Heisterbacherrott/Thomasberg bis Parkplatz Stenzelberg bzw. Weilberg
Wanderparkplätze Stenzelberg/Weilberg
DB RE8, RB27 „Niederdollendorf Bahnhof“ oder Straßenbahnlinie 66 bis „Oberdollendorf“; dann Bus 520 bis „Wanderparkplatz Stenzelberg“; Fahrplanauskunft unter: www.vrsinfo.de

Weitere Infos / Links

Infostelle: Siebengebirgsmuseum, Kellerstraße 16, 53639 Königswinter-Altstadt, Fon: 02223.3703, www.siebengebirgsmuseum.de

Literatur

Wanderfibel der Tourismus Siebengebirge GmbH; 6. Auflage 2019; erhältlich in vielen regionalen Buchhandlungen und den Tourist Informationen Königswinter und Unkel

Autor:in

Tourismus Siebengebirge GmbH

Organisation

Rhein-Sieg Tourismus

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: kein Copyright erforderlich (Public domain) (no Copyright)

Unser Tipp

Eine interessante Eigenheit des Stenzelbergs sind die sogenannten Umläufer. Dies sind Gesteinskörper von der Form eines abgerundeten, senkrecht stehenden Zylinders, von ein bis wenige Meter Durchmesser, die von zylindrisch-schalig angeordneten Klüften begrenzt werden. Die Entstehung von Klüften, in dieser Form, und damit die Entstehung der Umläufer, ist weitgehend ungeklärt. Das Gestein zwischen den Umläufern ist massig und als Baustein geeignet, die Umläufer selbst sind sehr klüftig und deshalb unbrauchbar, weshalb sie beim Abbau stehen gelassen wurden.

Karte

Wanderkarte Naturpark Siebengebirge, Maßstab 1:25.000; mr-kartographie

In der Nähe