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title: "Grube Rothenberg"
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description: "Grube Rothenberg – Bergbaugeschichte in OberneisenÖstlich von Oberneisen erinnern noch heute Spuren an die ehemalige Grube Rothenberg, einst eine der bedeutenderen Eisenerzgruben des Taunus. Über viele Jahrzehnte wurden hier vor allem Eisen- und Manganerze gewonnen. Der Bergbau prägte damit nicht nur die Landschaft, sondern auch das wirtschaftliche Leben des Ortes.Die Anfänge des BergbausDie Geschichte des Erzabbaus bei Oberneisen reicht weit zurück. Bereits 1648 taucht der Flurname „Auf der Eysengrub“ auf und deutet auf einen frühen Abbau von Eisenerz hin. Eine weitere Erwähnung stammt aus dem Jahr 1779.Der planmäßige Bergbau begann etwa ab 1840. In zahlreichen einzelnen Grubenfeldern wurde nach Rot- und Brauneisenstein geschürft. Besonders ergiebig waren die Bereiche Seitersfeld, Wirthmühle und „Rote Gräben“. Im Jahr 1862 wurden mehrere Grubenfelder zur Grube Rothenberg zusammengelegt.In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Rothenberg zu einer bedeutenden Eisenerzgrube. Rund 30 Schächte erschlossen die verschiedenen Erzvorkommen. Viele von ihnen erreichten Tiefen von bis zu 50 Metern. Der später angelegte Maschinenschacht I führte sogar 117 Meter in die Tiefe und erschloss vier Abbausohlen.Eisen und Mangan aus dem Rothenber Die Bedeutung der Grube beruhte vor allem auf der Qualität ihrer Erze. Der abgebaute Roteisenstein – heute als Hämatit bezeichnet – erreichte teilweise einen Eisengehalt von bis zu 66 Prozent. Besonders ergiebig waren außerdem die Vorkommen von manganhaltigem Brauneisenstein.Zwischen 1917 und 1928 wurden insgesamt rund 39.750 Tonnen Roteisenstein, 82.250 Tonnen manganhaltiger Brauneisenstein und 9.000 Tonnen Phosphorit gefördert. Im Jahr 1927 stammte sogar mehr als die Hälfte der Jahresförderung des damaligen Unterlahnkreises aus der Grube Rothenberg.Auch bei Mineraliensammlern wurde das Gebiet bekannt. Nachgewiesen wurden unter anderem Calcit, Dolomit, Hämatit, Limonit, Manganit, Pyrolusit und Phosphorit. Eine Besonderheit war Rhodochrosit, auch Manganspat genannt, der teilweise in gut ausgebildeten Kristallen vorkam.Ausbau und Ende des BergbausIm Jahr 1875 übernahm die Phönix AG die Grube und baute den Betrieb weiter aus. Das geförderte Erz wurde zeitweise mit einer Drahtseilbahn zum Bahnhof transportiert.1907 wurde der Bergbau zunächst eingestellt. 1914 übernahm die Firma Krupp die Grube Rothenberg und nahm die Förderung wieder auf. Von besonderem Interesse war nun der manganreiche Brauneisenstein, da Mangan für die Herstellung und Veredelung von Stahl benötigt wurde.Trotz noch vorhandener Erzvorkommen endete der Bergbau 1928 endgültig. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Konkurrenz durch günstigeres Erz spielten dabei vermutlich eine entscheidende Rolle. Bis zuletzt arbeiteten durchschnittlich etwa 40 bis 50 Bergleute in der Grube.Spuren in OberneisenFast ein Jahrhundert nach der Stilllegung sind die Spuren des Bergbaus nicht vollständig verschwunden. Das ehemalige Haldengelände erstreckt sich östlich von Oberneisen den Hang hinauf. Auch einzelne ältere Backsteingebäude im Ort gehörten einst zum Grubenbetrieb.Die Grube Rothenberg ist damit ein bedeutendes Zeugnis der Bergbaugeschichte Oberneisens und des Aartals. Schächte, Halden und ehemalige Betriebsgebäude erinnern an eine Zeit, in der unter dem Rothenberg große Mengen Eisen- und Manganerz gewonnen wurden und der Bergbau für viele Menschen der Region Arbeit und Lebensgrundlage bedeutete._____________________________________________________________________________________________________Hinweis zum GrubengeländeDie Grube Rothenberg ist heute nicht mehr als Bergwerk zugänglich. Teile des ehemaligen Gruben- und Haldengeländes befinden sich inzwischen in Privatbesitz oder sind bebaut. Bitte respektieren Sie die Grundstücksgrenzen und betreten Sie keine privaten Flächen.Auch ehemalige Stollen, Schächte und andere bergbauliche Relikte dürfen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden."
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Grube Rothenberg
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Alte Gebäude der Grube Rothenberg in Oberneisen\_1

Alte Gebäude der Grube Rothenberg in Oberneisen\_2

in Oberneisen

**Grube Rothenberg – Bergbaugeschichte in Oberneisen**

Östlich von Oberneisen erinnern noch heute Spuren an die ehemalige Grube Rothenberg, einst eine der bedeutenderen Eisenerzgruben des Taunus. Über viele Jahrzehnte wurden hier vor allem Eisen- und Manganerze gewonnen. Der Bergbau prägte damit nicht nur die Landschaft, sondern auch das wirtschaftliche Leben des Ortes.

Die Anfänge des Bergbaus
Die Geschichte des Erzabbaus bei Oberneisen reicht weit zurück. Bereits 1648 taucht der Flurname „Auf der Eysengrub“ auf und deutet auf einen frühen Abbau von Eisenerz hin. Eine weitere Erwähnung stammt aus dem Jahr 1779.

Der planmäßige Bergbau begann etwa ab 1840. In zahlreichen einzelnen Grubenfeldern wurde nach Rot- und Brauneisenstein geschürft. Besonders ergiebig waren die Bereiche Seitersfeld, Wirthmühle und „Rote Gräben“. Im Jahr 1862 wurden mehrere Grubenfelder zur Grube Rothenberg zusammengelegt.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Rothenberg zu einer bedeutenden Eisenerzgrube. Rund 30 Schächte erschlossen die verschiedenen Erzvorkommen. Viele von ihnen erreichten Tiefen von bis zu 50 Metern. Der später angelegte Maschinenschacht I führte sogar 117 Meter in die Tiefe und erschloss vier Abbausohlen.

Eisen und Mangan aus dem Rothenber
 Die Bedeutung der Grube beruhte vor allem auf der Qualität ihrer Erze. Der abgebaute Roteisenstein – heute als Hämatit bezeichnet – erreichte teilweise einen Eisengehalt von bis zu 66 Prozent. Besonders ergiebig waren außerdem die Vorkommen von manganhaltigem Brauneisenstein.

Zwischen 1917 und 1928 wurden insgesamt rund 39.750 Tonnen Roteisenstein, 82.250 Tonnen manganhaltiger Brauneisenstein und 9.000 Tonnen Phosphorit gefördert. Im Jahr 1927 stammte sogar mehr als die Hälfte der Jahresförderung des damaligen Unterlahnkreises aus der Grube Rothenberg.

Auch bei Mineraliensammlern wurde das Gebiet bekannt. Nachgewiesen wurden unter anderem Calcit, Dolomit, Hämatit, Limonit, Manganit, Pyrolusit und Phosphorit. Eine Besonderheit war Rhodochrosit, auch Manganspat genannt, der teilweise in gut ausgebildeten Kristallen vorkam.

Ausbau und Ende des Bergbaus
Im Jahr 1875 übernahm die Phönix AG die Grube und baute den Betrieb weiter aus. Das geförderte Erz wurde zeitweise mit einer Drahtseilbahn zum Bahnhof transportiert.

1907 wurde der Bergbau zunächst eingestellt. 1914 übernahm die Firma Krupp die Grube Rothenberg und nahm die Förderung wieder auf. Von besonderem Interesse war nun der manganreiche Brauneisenstein, da Mangan für die Herstellung und Veredelung von Stahl benötigt wurde.

Trotz noch vorhandener Erzvorkommen endete der Bergbau 1928 endgültig. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Konkurrenz durch günstigeres Erz spielten dabei vermutlich eine entscheidende Rolle. Bis zuletzt arbeiteten durchschnittlich etwa 40 bis 50 Bergleute in der Grube.

Spuren in Oberneisen
Fast ein Jahrhundert nach der Stilllegung sind die Spuren des Bergbaus nicht vollständig verschwunden. Das ehemalige Haldengelände erstreckt sich östlich von Oberneisen den Hang hinauf. Auch einzelne ältere Backsteingebäude im Ort gehörten einst zum Grubenbetrieb.

Die Grube Rothenberg ist damit ein bedeutendes Zeugnis der Bergbaugeschichte Oberneisens und des Aartals. Schächte, Halden und ehemalige Betriebsgebäude erinnern an eine Zeit, in der unter dem Rothenberg große Mengen Eisen- und Manganerz gewonnen wurden und der Bergbau für viele Menschen der Region Arbeit und Lebensgrundlage bedeutete.

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**Hinweis zum Grubengelände**

Die Grube Rothenberg ist heute nicht mehr als Bergwerk zugänglich. Teile des ehemaligen Gruben- und Haldengeländes befinden sich inzwischen in Privatbesitz oder sind bebaut. Bitte respektieren Sie die Grundstücksgrenzen und betreten Sie keine privaten Flächen.

Auch ehemalige Stollen, Schächte und andere bergbauliche Relikte dürfen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

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Die Grube Rothenberg ist heute nicht mehr als Bergwerk zugänglich. Teile des ehemaligen Gruben- und Haldengeländes befinden sich inzwischen in Privatbesitz oder sind bebaut.

Bitte respektieren Sie die Grundstücksgrenzen und betreten Sie keine privaten Flächen. Auch ehemalige Stollen, Schächte und andere bergbauliche Relikte dürfen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

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Hauptstraße 28

65558 Oberneisen