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Hof Waltmannshausen
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Hof Waltmannshausen

Die kleine abschüssige Stichstraße (Guldengasse) führt auf eines der ältesten Großwinternheimer Gehöfte zu, Haus Nr.7. Dessen imposanteste Ansicht bietet sich allerdings von den westlich tiefer gelegenen Parzellen aus, wie der südlichen Verlängerung der Maximinstraße. Namensgebend war 1574 der Besitz durch die Adelsfamilie derer von Waltmannshausen. Wohnhaus und Treppenturm bergen noch spätgotische Bausubstanz. Kennzeichen für die Idylle des Anwesens ist der behutsam überragende achteckige Turmaufsatz mit schmuck verschiefertem Helm. Innen windet sich eine ebenso kunstvoll gearbeitete Holztreppe nach oben.

Erhaltenen Urkunden zufolge erwarb 1722 die reformierte Kirchengemeinde das Anwesen von den Erben eines Schultheißen Rast und nutzte es bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts als Pfarrhaus. Dem tatkräftigen Pfarrer J. G. Krumm, welcher maßgeblich auch den Bau der neuen evangelischen Kirche vorantrieb, ist zu verdanken, dass an diesem Ort eine erste Ingelheimer Keimzelle gymnasialer Bildung als private „Höhere Schule“ entstand.

Seit 1962 wird das Anwesen als landwirtschaftliches Gut genutzt.

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