Wilhelmsaue
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Von Letschin in Richtung Kientz kurz hinter Letschin links in die Straße "Forstacker" einbiegen, ca. 1km bis Wilhelmsaue. Hier gibt es zwar kein Schinkelbauwerk, dennoch lohnt sich ein Abstecher. Wilhelmsaue wurde von der preußischen Staatsdomäne Wollup 1723/26 als Vorwerk angelegt. Rest dieser Anlage befinden sich im sogenannten "Rohrhorst". Sehenswert sind die turmlose, schlichte Fachwerkkirche auf dem Friedhof und zwei klassizistische Grabsteine in der Nähe. Die Bockwindmühle ist das letzte Exemplar von über hundert, die einst das Landschaftsbild des Oderbruchs prägten. Sie wurde um 1884 errichtet, war bis 1956 als Mahlmühle und bis 1964 als Schrotmühle in Betrieb. Restaurierungen der Außenflächen erfolgten 1965/86, die Rekonstruktion der Flügel 1987/88 und die Montage der neuen Flügel am 30. Mai 1988. Die Windwand ist mit Schindel aus Pappelholz belegt. 1991/92 wurde der ganze Ständer der Mühle, die sogenannte Kreuzschwelle, ausgewechselt. Das sind 7,5 Meter lange Hölzer mit einem Querschnitt von 55 * 60 Zentimetern. Nun ist die Mühle drehbar. Gegenüber wird das alte Müllerhaus - ein Fachwerkhaus - in der ursprünglichen Form wieder aufgebaut. Das Schullandheim bietet jungen Leuten Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt mannigfaltige Bemühungen um den Erhalt des historischen Charakters der kleinen Ansiedlung, die unter Denkmalschutz gestellt sind.
