Belzermühle
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Nach dem Tod des letzten Besitzers Rudolf Schmidt wurde das Anwesen in jüngster Zeit verkauft und wird umfassend saniert.
Diese Mühle wurde auch Germermühle oder Schmidtmühle nach ihren späteren Besitzern genannt. Sie ist die jüngste der Mühlen in Trohe. Johann Philipp Neeb aus einer alten Müllerfamilie hat sie 1727 erbaut. Dazu benötigte er die Genehmigung des Landgrafen, die er erhielt. Doch dem Müller fehlte die Arbeit, denn die Bauern der umliegenden Dörfer waren verpflichtet, ihr Korn bei einer bestimmten Mühle mahlen zu lassen. Das nannte man Bannzwang oder Banngerechtigkeit. Arbeits- und Zahlungsschwierigkeiten begleiteten das Leben in der Belzermühle über eine lange Zeit. Häufige Besitzerwechsel, auflaufende Schulden und Versteigerungen sind nachzulesen.
Um 1840 übernahm der mit dem Müllerhandwerk vertraute Johannes Volk aus Großen-Buseck die Belzermühle, die er später an seinen Schwiegersohn Christoph Schmidt aus Rödgen übergab. Dessen Sohn Heinrich ist den Trohern als Müller und langjähriger Bürgermeister in Erinnerung geblieben.
Auch ein bekannter Kartoffelschnaps wurde bis vor dem 2. Weltkrieg hier gebrannt.
Heinrichs Sohn Wilhelm Philipp übernahm die Mühle und betrieb sie bis um das Jahr 1950. Er widmete sich der Landwirtschaft. Sein Sohn Rudolf Schmidt erlernte das Müllerhandwerk nicht mehr. Er bearbeitete die zur Mühle gehörende Landwirtschaft bis 1994.
Das alte Mühlengebäude wurde 1956 abgerissen und an seiner Stelle ein Wohnhaus erreichtet.




