Bergbau-Technik-Park - Sächsische Industriekultur entdecken!
So unglaublich es auch scheint: die wunderschönen Badeseen des Leipziger Neuseenlandes verdanken ihre Existenz der Bergbauvergangenheit der Region. Nachdem die alten Tagebaurestlöcher geflutet und zu Naherholungsoasen umfunktioniert wurden, erinnert heute nur noch wenig an das Kapitel Bergbau in der Geschichte Leipzigs. Wenn man am Markkleeberger- oder am Störmthaler See in die Ferne schaut, entdeckt man jedoch die riesigen Tagebaugroßgeräte, die als industrielle Sachzeugen Teil des Bergbau-Technik-Park sind. Der Park lässt sich auf eigene Faust mithilfe von Schautafeln oder Audioguide oder bei einer Führung mit ehemaligen Mitarbeitern des Tagebaus Espenhain erkunden. Im Bergbau-Technik-Park werden die Prozesse des Braunkohletagebaus anschaulich gezeigt - und allein die gigantischen Maschinen sind schon einen Besuch wert.
Südlich von Leipzig begegnen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Braunkohlentagebaus. Während in zwei Tagebaugebieten noch aktiv Braunkohle gefördert wird, erleben und genießen Ausflügler und Touristen die Rekultivierungs- und Renaturierungslandschaft des Leipziger Neuseenlandes gleich nebenan. Und mittendrin macht der Bergbau-Technik-Park Besuchern auf 5,4 Hektar den Förderzyklus eines Braunkohlentagebaus, von der Grundwasserabsenkung über die Kohlegewinnung und Abraumbewegung bis zur Sanierung erlebbar.
Der Bergbau-Technik-Park ist eine von drei westsächsischen Stationen auf der Route der Industriekultur Sachsen. Höhepunkte der Ausstellung sind zwei Großgeräte, der 1.300 t schwere Schaufelradbagger 1547 und der 2.400 t schwere Absetzer 1115. Von der Firma TAKRAF in den 80er Jahren gebaut, sind sie einmalige Artefakte der Ingenieurskunst. Extra erarbeitete kindgerechte Texte und Audioguides informieren die jungen Besucher über Geologie und Technologie, erinnern aber auch an die Bergleute und die zahlreichen „verlorenen Orte“, die der Braunkohle weichen mussten. Der Abenteuerspielplatz Tertiär informiert kleine und große Gäste über die Entstehung der Braunkohle.
Immer samstags, sonntags und an Feiertagen, jeweils um 11 Uhr (oder nach Anmeldung), führen ehemalige Kumpel des Tagebaus Espenhain kenntnisreich und unterhaltsam durch das Gelände und die Ausstellungen.
Lust auf mehr Informationen zum Bergbau-Technik-Park? - Dann direkt in unseren Podcast "Willkommen in Leipzig" reinhören. Da gibt es unter anderem ein interessantes Interview mit dem Geschäftsführer und Kurator Thorsten Hinz!
Interessiert? Dann einfach unverbindlich anfragen!
Gut zu wissen
Öffnungszeiten
aktuelle Öffnungszeiten
Preisinformationen
Preis Erwachsener: 9,00 €
Preis Kind: Freier Eintritt
Preis ermäßigt: 6,00 €
Preis Familie: 18,00 €
0,00 €
Allgemeine Informationen
Parkplätze vorhanden
Eignung
für Gruppen
für Schulklassen
für Individualgäste
Senioren geeignet
Fremdsprachen
Anreise & Parken
Navi-Adresse: Bergbau-Technik-ParkAm Westufer 2, 04463 Großpösna
PKW:
Aus Richtung Leipzig: der B2/A72 folgen, nach dem Überqueren der A38 die nächste Ausfahrt „Böhlen“ nehmen und der Beschilderung „Zentraldeponie“ folgen.
Von der A38 aus Richtung Göttingen bzw. aus Richtung Dresden: die Ausfahrt Leipzig Süd nehmen und auf die A72 in Richtung Chemnitz fahren. Die nächste Ausfahrt „Böhlen” nehmen und der Beschilderung „Zentraldeponie” folgen.
Aus Richtung Chemnitz: die Ausfahrt Zwenkau/Böhlen nehmen und ebenfalls der Beschilderung „Zentraldeponie” folgen.
Seit dem 22.05.2025 führt die korrekte Route aus allen Richtungen zum Bergbau-Technik-Park über ein kurzes Stück der K7934 auf die Hauptstraße bei Gaschwitz/Großdeuben. Der Beschilderung „Zentraldeponie” folgen und die A 72 überqueren, um auf die Zielstraße „Am Westufer” zu gelangen. Ab hier den Hinweisschildern „Bergbau-Technik-Park” folgen.
ÖPNV:
Hinweise zur Anreise mit PKW oder Reisebus
Parken
kostenfreie Parkplätze inkl. zwei Behindertenparkplätze und zwei Stellflächen für Reisebusse direkt am Bergbau-Technik-Park vorhanden
Öffentliche Verkehrsmittel
ÖPNV:
Mit den Buslinien 141 und 106 bis zur Haltestelle „Kanupark” am Markkleeberger See fahren. Von dort aus dem beschilderten Fuß- und Radweg ca. 2 km zum Park folgen.
Autor:in
Verena Daser
Organisation
LEIPZIG REGION
Lizenz (Stammdaten)
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