Burg Kipfenberg
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Die Burg Kipfenberg wurde vermutlich im späten 12. Jahrhundert gebaut. Das bedeutet: Sie entstand wahrscheinlich zwischen 1150 und 1200.
Im 13. Jahrhundert gehörte die Burg der Familie Kropf. Die Familie hatte ihren Stammsitz in Emetzheim bei Weißenburg. Ein Stammsitz ist der Ort, an dem eine Familie ursprünglich lebte.
Die Familie Kropf war eine Adelsfamilie. Sie diente wichtigen Herrschern und hatte dafür besondere Aufgaben. Solche Familien nannte man Ministerialen.
Auf der Burg lebten Ritter, die für die Familie Kropf arbeiteten. Die Herren von Kipfenberg wurden zum ersten Mal im Jahr 1266 erwähnt.
Die Burg wird verkauft
Im Jahr 1301 verkaufte Konrad Kropf von Kipfenberg die Burg und den Ort Kipfenberg an das Hochstift Eichstätt.
Ein Hochstift war früher ein Gebiet, das von einem Bischof regiert wurde. Die Burg gehörte nun also dem Bischof von Eichstätt.
Bis zum Jahr 1803 war die Burg der Sitz eines Pflegamts. Dort verwalteten Beamte das Gebiet und kümmerten sich um wichtige Aufgaben.
Im 14. Jahrhundert hatten die Bischöfe von Eichstätt oft Geldprobleme. Deshalb mussten sie die Burg mehrmals als Pfand abgeben. Das bedeutet: Sie bekamen Geld und versprachen dafür, die Burg als Sicherheit zu geben.
Trotzdem wurde die Burg weiter ausgebaut und verstärkt. Das geschah besonders unter zwei Bischöfen:
Raban Truchseß von Wilburgstetten regierte von 1365 bis 1383.
Friedrich IV. Graf von Oettingen regierte von 1383 bis 1415.
- Auch später wurde die Burg umgebaut. Das zeigen die Wappen von zwei weiteren Bischöfen:
Martin von Schaumberg (1560–1590): Sein Wappen befindet sich am Torhaus der Vorburg.
Johann Christoph von Westerstetten (1612–1636): Sein Wappen befindet sich über dem Tor der Hauptburg.
- Die Vorburg ist der äußere Bereich der Burg. Die Hauptburg ist der wichtigste und meist stärker befestigte Teil.
Die Burg übersteht Kriege
Die Burg war sehr gut befestigt. Deshalb überstand sie zwei große Kriege ohne größere Schäden:
den Bauernkrieg im Jahr 1525
den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648
- Im 19. Jahrhundert wurden Teile der Burg abgerissen. Im Jahr 1869 stürzten die Wohngebäude ein.
Die Burg wird wieder aufgebaut
Im Jahr 1914 ging die Burg in den Besitz der Familie Taeschner über.
Die Familie ließ die Burg zwischen 1914 und 1925 wieder aufbauen. Die Arbeiten wurden nach den Plänen des Architekten Bodo Ebhardt durchgeführt.
Seit einigen Jahren gehört die Burg der Unternehmerfamilie Armerding. Die Familie ist international tätig. Das bedeutet: Ihre Unternehmen arbeiten in verschiedenen Ländern.
Die Burg Kipfenberg hat also eine lange Geschichte. Sie wurde gebaut, verkauft, erweitert, beschädigt und schließlich wieder aufgebaut. Heute erinnert sie an das Leben auf einer mittelalterlichen Burg.








