Burggarten Londorf

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Der rund 1,6 Hektar große Park wurde zwischen 1820 und 1830 von Baron Georg von Nordeck zur Rabenau angelegt. Heute lädt der malerische Landschaftsgarten, ausgestattet mit einer Minigolf- und Boule-Anlage, besonders Familien zu einem entspannten Ausflug ein.

„Ich denke oft an die Quellen, die in den grünen Wiesen sind und sehe Londorf und den lieben alten Garten, der seine gleichen altmodischen Sommerblumen unter ihrem Schutze vertrauensvoll auftut und Sommer hat überall. Sommer, der als Duft zittert, der als große unzählbare Stunde auf der Sonnenuhr steht, Sommer, der sich spiegelt in der schattigen, lieben, unvergesslichen Fontäne.“ (Rainer Maria Rilke)

Der Burggarten in Rabenau, mit einer Fläche von rund 15.000 m², verzaubert Besucher mit seinem prächtigen alten Baumbestand und dem Spiel aus Licht und Schatten, das zwischen den Ästen von Blutbuche, Mammutbaum, Tulpenbaum und der seltenen einblättrigen Esche tanzt. Ursprünglich als Herrengarten in den Jahren 1820 bis 1830 von Baron Georg von Nordeck zur Rabenau und seinem Rentmeister Engel angelegt, ist der Garten heute ein idyllischer Rückzugsort, der zu entspannten Spaziergängen einlädt.

Inspiriert vom englischen Landschaftsgartenstil, erwartet den Besucher eine harmonische Mischung aus Natur und Architektur. Besonders auffällig ist das klassizistische Gartenhaus, auch bekannt als der "Londorfer Pavillon", das mit seiner an einen griechischen Tempel erinnernden Schaufassade besticht. Hier, inmitten dieser traumhaften Kulisse, verweilte einst der berühmte Dichter Rainer Maria Rilke. Auf Einladung der Gräfin Luise von Schwerin (Friedelhausen) verbrachte er im Sommer 1905 Zeit im Pavillon, ließ sich vom beruhigenden Plätschern des Brunnens und der friedlichen Atmosphäre inspirieren – Eindrücke, die sich später in seinen Werken widerspiegelten.

Ein Highlight des Gartens ist der malerische Springbrunnen, der von der Rabenauer Quelle Rabelsborn mit frischem Quellwasser gespeist wird. Nicht weit vom Pavillon entfernt, zieht auch die Sonnenuhr die Blicke auf sich, die Rilke zu seinem Gedicht „Die Sonnenuhr“ inspirierte und 2012 an diesem Ort neu errichtet wurde.

Der Burggarten ist heute mehr als nur ein Ort historischer Bedeutung. Neben seiner kulturellen Geschichte bietet er auch moderne Freizeitmöglichkeiten. Eine Minigolf- und Boule-Anlage laden zu Aktivitäten im Grünen ein, während das renovierte Gärtnerhaus am Parkeingang als gemütliche Schankwirtschaft mit Biergarten Besucher zum Verweilen einlädt.

In der direkten Umgebung des Gartens befinden sich zudem die Oberburg, die Mittelburg, die Unterburg und das ehemalige Forstamt, die den historischen Charme des Areals perfekt ergänzen. Seit den 1950er Jahren ist der Burggarten für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet heute eine wunderbare Verbindung von Geschichte, Natur und Erholung.

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