Burgruine Freienfels

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Die Burg Freienfels, deren Angriffsseite von massiven Schildmauern gesichert und deren Silhouette von einem imposanten Bergfried geprägt wird, zählt zu den bedeutenden Wehrbauten des Mittelalters. Ihre erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1327. Der Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Freienfels e. V. arbeitet – begleitet von einem Institut für Burgenforschung und unterstützt durch die Denkmalbehörde – daran, eine beispielhafte Sanierung der gesamten Anlage zu realisieren.

Weit über die Region hinaus erfreuen sich zudem die jährlich stattfindenden Ritterspiele Freienfels großer Bekanntheit und Beliebtheit.

Über das genaue Erbauungsjahr und den Bauherrn der Burg Freienfels lässt sich heute nur spekulieren. Nach aktuellem Forschungsstand wurde die Anlage um 1300 von den Grafen Heinrich und Reinhard von Diez-Weilnau errichtet. Vermutlich wollten sie damit dem Expansionsdrang Graf Adolfs von Nassau entgegentreten, der seit seiner Königswahl 1292 sein Territorium durch den Erwerb umliegender wormsscher Besitzungen gezielt ausbaute.

Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt jedoch erst aus dem Jahr 1327: Im Testament des Siegfried von Runkel, Propst zu Gemünden, wird Freienfels als ihm verpfändete Burg genannt, die er in festgelegten Anteilen seinen Neffen vermacht. Bereits 1331 veräußern diese Erben die Anlage an Graf Gerlach von Nassau – womit das nassauische Ziel, die Burg unter Kontrolle zu bringen, erreicht war.

Nachdem die Besitzverhältnisse im nassauischen Raum geklärt waren, verlor Burg Freienfels gegen Ende des 14. Jahrhunderts offenbar ihre militärische Bedeutung. Im Jahr 1466 gelangte sie als nassauisches Lehen in den Besitz des Ritters Johann von Schönborn und seines Sohnes. Das Geschlecht der von Schönborn, ursprünglich aus dem gleichnamigen Ort in der Grafschaft Katzenellenbogen stammend, sollte später einen bemerkenswerten Aufstieg in der Reichsaristokratie erleben – mit Bischöfen, Erzbischöfen sowie Reichsvize- und Reichskanzlern in seinen Reihen.

Die Nachfahren Johann von Schönborns hielten die Burg rund 220 Jahre lang, ehe sie den Besitz an den dänischen Obristen Johann Ernst Freiherr von Friesensee verkauften. Dessen Witwe Sabina Lamberta veräußerte Freienfels nach seinem Tod im Jahr 1724 erneut an die Grafen von Nassau. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts setzte dann der allmähliche Verfall ein: Die nie durch Krieg oder Fehden zerstörte Burg wurde von den Dorfbewohnern zunehmend als Steinbruch für den Hausbau genutzt.

Interessant ist zudem, dass in den Jahren 1907/1908 Pläne des Berliner Architekten Prof. Bodo Ebhardt – Gründer der Deutschen Burgenvereinigung – entstanden, die einen Ausbau der Burg zu einer großbürgerlichen Villa im wilhelminischen Stil vorsahen. Diese Pläne wurden jedoch nie verwirklicht.

Ebenfalls bemerkenswert sind die zur selben Zeit angefertigten Bleistiftzeichnungen des Malers Otto Ubbelohde, die die Burg Freienfels aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen.

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Gut zu wissen

Öffnungszeiten

Die Burg Freienfels ist von Anfang April bis Ende Oktober täglich zwischen 10:00 und 19:00 Uhr geöffnet – bei früher einsetzender Dunkelheit entsprechend kürzer. In den Monaten November bis März ist ein Besuch nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Für weitere Informationen oder Anfragen zu Sonderöffnungszeiten wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@freienfelser-ritterspiele.de

Bitte beachten Sie, dass die Besichtigung der Burg bei privaten oder öffentlichen Veranstaltungen eingeschränkt sein kann. Der Burgkeller und der Bergfried sind während der regulären Öffnungszeiten zugänglich. Die Öffnungszeiten des Burgmuseums werden auf der Facebook-Seite bekannt gegeben.

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