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„Utilitati Hercyniae“ – Zum Nutzen des Harzes – prangt in goldenen Lettern an der Fassade des Harzkornmagazins in Osterode. Diese Inschrift deutet an, welche Bedeutung das Gebäude für die Region hatte, in der über viele Jahrhunderte Bergbau betrieben wurde. Die Stadt Osterode war auf vielfältige Weise mit dem Harzer Montanwesen verknüpft. So förderte man zeitweilig im Umfeld der Stadt Eisenerz, außerdem verarbeiteten hier zahlreiche Betriebe die Bergbauerzeugnisse weiter. So gab es mehrere Hütten, den Kupferhammer und die Schachtruppsche Bleiweißfabrik, die die Rohstoffe aus dem Harz nutzten. Auch ein bedeutender Anteil des Eisenhandels, organisiert von der Osteroder Eisenfaktorei, lief über die Stadt.
Die bedeutendste Aufgabe, die Osterode für den Harz erfüllte, lag jedoch in der Funktion als Versorgungsort für das Bergbaurevier. Zahlreiche Handwerker produzierten hier für den Oberharz und eine Pulvermühle stellte den für den Bergbau benötigten Sprengstoff her. Doch vor allem im Bereich der Nahrungsmittelversorgung spielte Osterode am Harz eine wichtige Rolle für die Montanregion.
Aufgrund der rauen klimatischen Bedingungen eignet sich der Oberharz kaum für den Anbau von Getreide und Feldfrüchten, so dass man nur wenige Nahrungsmittel im Gebirge produzieren konnte. Da jedoch sehr viele Menschen für die Arbeit in den Bergwerken und Erzschmelzen benötigt wurden, blieb der Oberharz stets auf die Lieferung von Lebensmitteln aus dem Umland angewiesen. Um die Versorgung der Bergleute und Hüttenmänner zu sichern, sah sich die Bergbauverwaltung veranlasst, ein großes Kornmagazin in Osterode zu errichten. In dem 1722 fertiggestellten Gebäude konnten die Montanarbeiter des Harzes sich für einen festgesetzten, niedrigen Preis mit Getreide versorgen. Beinahe zwei Jahrhunderte stellte die Osteroder Einrichtung die Ernährung der Oberharzer Berg- und Hüttenleute sicher. Die Transporte des Getreides übernahmen neben Fuhrleuten auch Eseltreiber und Kiepenfrauen.
Mit dem Rückgang des Harzer Bergbaus nahm auch die Anzahl der dort beschäftigten Menschen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ab. Auch die bessere verkehrliche Erschließung des Harzes durch ausgebaute Straßen und die Eisenbahn machten die Kornmagazine in Harznähe schließlich überflüssig. Daher gab man zum 1. April 1911 den staatlichen Magazinbetrieb in Osterode endgültig auf. Die Stadt Osterode kaufte das monumentale Gebäude und vermietete die einzelnen Lagerböden an verschiedene Firmen. Auch ein Supermarkt fand hier 1967 sein Domizil. Ab 1984 wurde das Harzkornmagazin zum Rathaus umgebaut. Die neue Funktion als Bürogebäude mit vielen kleinen Zimmern unterschied sich grundsätzlich von der bisherigen Nutzung mit großflächigen Lagerräumen. Die offizielle Einweihung des Rathauses Harzkornmagazin erfolgte am 30. Juni 1989.
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