Judengasse und Gedenkstein
Mitten in der historischen Altstadt von Hachenburg liegt die Judengasse, eine der ältesten und geschichtsträchtigsten Straßen der Stadt. Bereits in der frühen Neuzeit lebten hier mehrere jüdische Familien, die das Leben in Hachenburg über viele Generationen hinweg mitprägten. Noch heute vermitteln die schmalen Wege und die erhaltenen Fachwerkhäuser einen Eindruck vom historischen Stadtbild vergangener Zeiten. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Straße 1933 in „Alte Poststraße“ umbenannt. Erst 1997 erhielt sie ihren ursprünglichen Namen zurück und erinnert seitdem wieder sichtbar an ihre Geschichte. An der Ecke zum Lesegarten befindet sich ein Gedenkstein, der an die jüdischen Opfer von Verfolgung und nationalsozialistischem Terror erinnert. Der Ort wirkt bewusst schlicht und zurückhaltend und lädt dazu ein, für einen Moment innezuhalten. Gerade diese ruhige und persönliche Atmosphäre macht die Judengasse zu einem besonderen Ort der Erinnerungskultur im Westerwald. Wer Hachenburg erkundet, entdeckt hier einen kleinen, aber wichtigen Ort, an dem Geschichte, Erinnerung und Gegenwart eng miteinander verbunden sind.
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