Wiege der Bundeswehr - Andernach
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Die Wiege der Bundeswehr steht in Andernach
Am 20. Januar 1956 waren die Augen der Welt auf die Krahnenberg-Kaserne in Andernach gerichtet. Denn der Bundeskanzler der jungen Bundesrepublik Deutschland, Dr. Konrad Adenauer, kam nach Andernach. In seinem Gefolge waren sein Verteidigungsminister Blank, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Altmeier, Generalleutnant Heusinger, Militärattachés aus 17 Staaten und über 200 Journalisten aus aller Welt.
Grund für diesen Aufgalopp war die offizielle Indienststellung der neuen deutschen Streitkräfte. Hierzu waren die ersten 1000 Soldaten des Heeres aus Andernach, 700 Soldaten der Luftwaffe aus Nörvenich und 150 Soldaten der Marine aus Wilhelmshaven in der heutigen Krahnenberg Kaserne angetreten. Kampfpanzer und anderes neue, frisch gelieferte Großgerät des deutschen Heeres war um die Truppen herum aufgestellt. Vor dieser imposanten Kulisse begrüßte Konrad Adenauer die Soldaten und hielt eine wegweisende Ansprache, mit der er in brillanter Klarheit die Grundlagen, Werte und Prinzipien für den Aufbau der neuen deutschen Streitkräfte vorgab. Augenzeugen berichten, dass er an diesem Tag sehr zufrieden war, denn sein Ziel, die „Truppe angemessen ins Bild zu rücken“ war erreicht. Er konnte der Welt gegenüber demonstrieren, dass es die junge Bundesrepublik ernst meint mit dem raschen Herstellen der Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit, um so über Akzeptanz und Anerkennung im NATO-Bündnis die Voraussetzungen für die Wiedererlangung der Souveränität Deutschlands in der internationalen Staatengemeinschaft zu schaffen.
Von den 37 Baracken des damaligen Truppenlagers Andernach existiert heute nur noch eine. Diese wurde renoviert und steht in der heutigen Krahnenberg Kaserne unter Denkmalschutz. Die Baracke wird auch die „Wiege der Bundeswehr“ genannt und beherbergt eine militärhistorische Sammlung, die an die Anfänge der Bundeswehr erinnert. Ziel dieser Sammlung ist es, die Zeugen zur Geschichte der Entstehung der Bundeswehr in Deutschland zu sammeln, zu bewahren, darzustellen und für spätere Generationen zu erhalten.
Darüber hinaus kann die „Traditionsbaracke“ jederzeit auch nach Vereinbarung besichtigt werden. Die Mitglieder des Fördervereins sind da sehr engagiert und führen kompetent durch die militärhistorische Sammlung. Tatsächlich hat sich die „Baracke“ als ein Ort herausgestellt, in dem der Hauch der Geschichte eingeatmet werden kann. Sie erinnert an eine äußerst spannende Phase in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bei Interesse hilft Ihnen die Website des Fördervereins unter www.wiege-der-bundeswehr.de weiter.
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Öffnungszeiten
- Ein Besuch ist nur auf Anfrage möglich. Wenden Sie sich an : www.wiege-der-bundeswehr.de
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