KB - Kleinenbremer Bergbausteig

Tipp
11,92 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Kondition: mittel
Tolles Panorama
Wandern
  • 3:42 h
  • 11,92 km
  • 376 m
  • 376 m
  • 120 m
  • 301 m
  • 181 m
  • Start: Besucherbergwerk und Museum Kleinenbremen
  • Ziel: Besucherbergwerk und Museum Kleinenbremen
Auf den Spuren des Eisenerzes rundum Kleinenbremen im Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita

Im Juli 1835 erhielt Johann Dinnendahl die Erlaubnis, in Kleinenbremen Eisenstein abzubauen. Das war historisch die Geburtsstunde der Grube Wohlverwahrt in der Ortschaft Kleinenbremen und der Grundstein für den Eisenerzbergbau im Wesergebirge. Im Jahr 1883 begann der Abbau von Eisenerz. Abgebaut wurde zunächst in der geologischen Formation des Korallenoolith. 1957 wurde der Betrieb auf der Grube Wohlverwahrt eingestellt und im Mai 1988 das Besucher-Bergwerk Kleinenbremen eröffnet.

Den ersten Anstieg „zum warm werden“ gibt es gleich zu Beginn der Tour zum Papenbrink: Der Sage nach soll hier oben einmal ein Pape (Priester) nach einem Kampf mit dem Teufel, bei dem beide in ein Schlammloch gefallen waren, auf dem Berg seine Kleider getrocknet haben. Das „Volksmärchen“ wurde erstmals 1818 in Platt-deutscher Sprache im Mindener Sonntagsblatt abgedruckt. Eine steinerne Schutzhütte ursprünglich „Lutherstein“ wurde 1910 auf der Bergkuppe auf Betreiben des Bückeburger Hofapothekers und Fabrikanten Georg König errichtet und finanziert. Sie wird heute „Königshütte“ genannt.

Dann geht es hinunter in Richtung Todenmann, wo man das FFH-Gebiet durchquert. Es gehört zu den drei Mausohr-Quartieren im Wesergebirge. Die Fledermäuse nutzen die zwei, teils unter Denkmalschutz stehenden, Steinbrücken der A2 als Quartiere. Beim kleinen Abstecher durch das Dorf wird man mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt.

Nach Überquerung der historischen Autobahnbrücke über der A2 geht es weiter Richtung Wandersruh, vorbei an der Grube Bergmannsglück, ein Tiefbau-Betrieb der Barbara Erzbergbau in Rinteln. Sie ist seit 2000 in Betrieb, dessen Hauptzugang durch einen vom ehemaligen Steinbruch Todenmann aus aufgefahrenen Stollen erfolgt. Hier wird eisenschüssiger Korallenoolith abgebaut.

Weiter geht es in Richtung des historischen Kreuzplatzes mit Rastmöglichkeit und Waldschule. Um den ehemaligen Lagerplatz in der Wülpker Schlucht ragen sich verschiedenste Geschichten, wie jene vom Lehrer Röckemann.

Über den Kamm des Wesergebirges erreicht man dann die Wülpker Egge und wird mit beeindruckenden Aussichten und Einsichten in den Tagebau. Seit 1953 werden aus dem Kamm des Wesergebirges durch Bohren und Sprengen Eisenerze und der über und unter dem Erz liegende Kalkstein im Tagebau gewonnen.  2008 wurde der Kammweg zudem Teil des Qualitätswanderwegs Weserbergland-Weg (XW).

Nach einem letzten Anstieg erreicht man dann den Bergbau-Schaupfad auf dem Außengelände des Besucherberwerksm welcher Einblicke in die 100jähige Bergbautradition des Standortes gibt.

Verlauf: Besucherbergwerk und Museum Kleinenbremen – Papenbrink / Königshütte – FFH-Gebiet Todenmann – Historische Autobahnbrücke Kleinenbremen – Wandersruh – Kreuzplatz – Wülpker Egge – Besucherbergwerk und Museum Kleinenbremen

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Toureigenschaften

  • Kulturell interessant

Ausrüstung

Geeignetes Schuhwerk
Eigene Verpflegung empfohlen

Anreise & Parken

Wanderparkplatz Besucherbergwerk

Weitere Infos / Links

Der Natur- und UNESCO Global Geopark TERRA.vita

Einstige Sumpfwälder in Steinbrüchen, tropische Meere im bewaldeten Gebirge und Wattenmeere unter Tage – im Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita können 300 Millionen Jahre erdgeschichtliches Erbe entdeckt werden – still bewundernd oder aktiv genießend! TERRA.vita: Der Name des Natur- und Geoparks steht dabei für Erde und Leben – den Lebenslauf der Erde – die Erdgeschichte. In Niedersachsen und NRW gelegen, umfasst er auf 1.560 km² Fläche den nördlichen Teutoburger Wald, das Wiehengebirge, das Osnabrücker Land und die Ankumer Höhen.

Was ist ein Naturpark?
Naturparke sind großräumige Landschaften, die überwiegend aus Landschafts- oder Naturschutzgebieten bestehen. Sie sind durch eine große Arten- und Biotopvielfalt
und abwechslungsreiche Landnutzung geprägt – eine Kulturlandschaft, in der Mensch und Natur eng miteinander verbunden sind. Naturparke sollen zeigen, welche Besonderheiten es in der Tier- und Pflanzenwelt sowie der kulturellen Tradition der Region zu entdecken gibt.

Und ein UNESCO Global Geopark?
„Erdgeschichte zum Anfassen“ ist unser Motto! Denn UNESCO Global Geoparks sind Stätten mit einem geologischen Erbe von internationaler Bedeutung: Einzigartige Landschaften mit besonderen Fossil- oder Mineralfundstellen oder bedeutenden geologischen Formationen. Weltweit gibt es mehr als 200 dieser ausgezeichneten Gebiete – in Deutschland sind es derzeit acht. Geoparks sollen den Menschen das geologische Erbe näher bringen und Identifikation mit der Region schaffen. Unsere Region ist also Naturpark UND Geopark! Die Landschaft will geschützt und erkundet werden: Ökologische, geologische und kulturelle Sehenswürdigkeiten versammeln sich auf engstem Raum.



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Weserbergland Tourismus e.V.

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