Schmuggler-Pfad

  • 12,88 km lang
  • Rundweg
  • Schwierigkeit: schwer
  • Wandern
  • 4:30 h
  • 12,88 km
  • 508 m
  • 508 m
  • 319 m
  • 477 m
  • 158 m

Dieser Rundwanderweg leitet seinen Namen „Schmuggler-Pfad" aus der Historie des von ihm durchquerten ehemaligen Grenzlandes ab. Doch nicht nur Historisches steht auf der erlebnisreichen Wander-Agenda. Hinzu kommen herrliche Aussichten über schmucke Dörfer und sanfte Hügel bis zum fernen Horizont.

Etliche Male kreuzt der »Schmuggler-Pfad« die beschriebenen Grenzen und ein beachtliches Stück säumen stumme Zeugen jener ereignisreichen Zeit den Weg, verwittert, gerissen und geschunden, -Grenzsteine als Denkmäler, eingeschlagen das »S« für Saargebiet und »D« für Deutsches Reich.

Uralte Hochgerichtsgrenzen aus dem frühen Mittelalter trennten das Land, heute unsichtbar und längst vergessen. Die historische Grenze zwischen dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und dem mächtigen Erzbistum und Kurstaat Trier (16. bis Ende 18. Jh.) spaltete die Bevölkerung in Protestanten und Katholiken.

Der »Wiener Kongress« (1814) brachte die kuriose Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Coburg und dem Großherzogtum Oldenburg in unseren Breiten zustande.

Zu allen Zeiten blühte der Schmuggel über die Grenzen hinweg. Die Gründe dafür waren vielfältig. Mangel an bestimmten Gütern auf einer Seite, Angebot auf der Anderen, hohe Zölle und unterschiedliche Gesetzgebung der Territorialherren, Verbote und Strafen förderten den heimlichen, illegalen Grenzübertritt.

Nach dem ersten Weltkrieg, während der letzten Hochblüte des Schmuggels an der Grenze zwischen dem »Saargebiet« und dem »Deutschen Reich« (1920 – 1935), lag der Hauptgrund in dem starken französischen Franken an der Saar und der inflationären Reichsmark im »Reich«. Noch heute berichten Zeitzeugen von regem Schmugglerwesen und gehörten Schüssen zu nächtlicher Stunde.

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