Siebengebirge - Geowanderung: Weilberg

6,01 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: leicht
Kondition: sehr leicht
Wandern
  • 1:50 h
  • 6,01 km
  • 190 m
  • 190 m
  • 141 m
  • 332 m
  • 191 m
  • Start: Parkplatz Kloster Heisterbach (Wanderung im Uhrzeigersinn empfohlen)
Die Geowanderung Weilberg im Siebengebirge erschließt einen Rundweg, der geologische Besonderheiten offenbart. Die Route ermöglicht eine fachlich fundierte Naturerkundung und bietet Optionen zur Einkehr.
Die Geowanderung am Weilberg im Siebengebirge eröffnet faszinierende Einblicke in die vulkanische Vergangenheit der Region. Entlang der markanten Steinbruchwand offenbaren sich zwei dominierende Gesteinsformationen: Tuff und Basalt. Der obere Bereich wird von gelblich-bräunlichem Trachyt-Tuff geprägt, welcher durch seine schräg einfallende Schichtung Zeugnis explosiven Vulkanismus ablegt. Darüber lagert ungeschichteter Latit-Tuff. Im unteren Wandabschnitt dominiert Basalt, dessen Lava nicht an die Oberfläche drang, sondern sich als horizontaler Lagergang im Trachyttuff ausbreitete. Das Eindringen der über 1000°C heißen Schmelze resultierte in einer rötlichen „Frittung“ des angrenzenden Trachyttuffs, einem Prozess, der an das Brennen von Ton erinnert und zur Aufwölbung mit Dehnungsbrüchen führte. Ein späterer Basaltschmelzeinbruch formte einen etwa ein Meter breiten, senkrechten Gang, der sich tulpenförmig zur Steinbruchobergrenze erweitert. Diese geologischen Phänomene illustrieren eindrucksvoll die komplexen Transformationsprozesse. Die umgebende, markant ebene Oberfläche, in die der Steinbruch eingefügt ist, repräsentiert eine Verebnungsfläche, welche die Erosion des Siebengebirgs-Vulkans belegt und von der Hebung des Rheinischen Schiefergebirges gezeichnet ist. Eine solche umfassende Erkundung der geologischen Geschichte lässt sich vortrefflich mit einer anschließenden Einkehr in der Region verbinden.

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Heisterbacher Straße von Oberdollendorf nach Heisterbacherrott bis zum Kloster Heisterbach (Haltestelle der Buslinie 520/521 Oberdollendorf-Altstadt-Oberpleis). Vom Parkplatz nach Osten auf dem Wanderweg in etwa 20 Minuten zum Aufschluss wandern.

Toureigenschaften

  • Einkehrmöglichkeit

  • Familienfreundlich

  • Rundweg

Anreise & Parken

A59 und B42 bis Ausfahrt Niederdollendorf, dann auf der L 268 in Richtung Heisterbacherrott/Thomasberg bis Kloster Heisterbach
Parkplatz Kloster Heisterbach; Wanderparkplätze Weilberg und Stenzelberg
DB RE8, RB27 „Niederdollendorf Bahnhof“ oder Straßenbahnlinie 66 bis „Oberdollendorf“; dann Bus 520 bis „Kloster Heisterbach“; Fahrplanauskunft unter: www.vrsinfo.de

Weitere Infos / Links

Infostelle: SiebengebirgsmuseumKellerstraße 16, 53639 Königswinter-Altstadt, Fon: 02223.3703, www.siebengebirgsmuseum.de

Literatur

Wanderfibel der Tourismus Siebengebirge GmbH; 6. Auflage 2019; erhältlich in vielen regionalen Buchhandlungen und den Tourist Informationen Königswinter und Unkel

Autor:in

Tourismus Siebengebirge GmbH

Organisation

Rhein-Sieg Tourismus

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: kein Copyright erforderlich (Public domain) (no Copyright)

Unser Tipp

Der stillgelegte Basaltsteinbruch am Weilberg im Siebengebirge erlaubt einen einmaligen Bilderbuch-Einblick in die Prozesse des Vulkanismus, die im ausgehenden Oligozän, vor etwa 25 Millionen Jahren, den großen Siebengebirgs-Vulkankomplex aufgebaut haben. Die heutige Landschaft Siebengebirge stellt die Überreste dieses weitgehend erodierten Vulkankomplexes dar.

Karte

Wanderkarte Naturpark Siebengebirge, Maßstab 1:25.000; mr-kartographie

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