Wanderung zum Wilzenberg

13,35 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Kondition: mittel
Wandern
  • 4:00 h
  • 13,35 km
  • 361 m
  • 361 m
  • 368 m
  • 653 m
  • 285 m
  • Start: Holz- und Touristikzentrum Schmallenberg, Poststraße 7
  • Ziel: Holz- und Touristikzentrum Schmallenberg, Poststraße 7
Der regionale Rundwanderweg zum Wilzenberg im Hochsauerlandkreis offeriert ein Gipfelerlebnis mit kulturellen Aspekten. Einkehrmöglichkeiten runden das Angebot der Strecke ab.
Die Wanderung zum Wilzenberg erschließt ein bedeutendes Ensemble von kulturellen und historischen Zeugnissen im Hochsauerlandkreis. Dieser Rundweg führt durch eine Landschaft, die von tiefgreifenden geschichtlichen Ereignissen und religiösen Traditionen geprägt ist. Entlang des Prozessionsweges am Aberg manifestiert sich diese Historie in mehreren Bildstöcken und Kreuzwegstationen. Der Bildstock „Muttergottes mit Kind“, im Jahr 1930 aus Betonwerkstein errichtet, zeigt ein flaches Holzrelief der Muttergottes mit Kind, umgeben von Figuren und religiösen Symbolen, mit der Inschrift „O Maria immer hilf.“ Wenige Jahre zuvor wurde die Kreuzwegstation am Aberg im Jahr 1989 durch die Katholische Kirchengemeinde Schmallenberg erbaut. Sie erinnert in ihrem unteren Verlauf an die bereits im Jahr 1769 belegten „Sieben Fußfälle“, eine historische Vorform des Kreuzweges. Die Integration der Soldatengräber dient hierbei als Gedenkstätte für Leid und Tod während des Zweiten Weltkrieges. Das Kreuz mit Soldatengräbern, errichtet 1945/46, zeigt ein Wegekreuz mit Korpus und eine farbige Darstellung der zwölften Kreuzwegstation. Eine Holztafel trägt die Inschrift: „Die ganze herrliche Natur zeigt Dir des großen Gottes Spur. Doch willst Du ihn am größten sehn, so bleib an seinem Kreuze stehn.“ Ein weiterer Bildstock, „Mutter vom guten Rate“, datiert um 1800 und stellt die Gottesmutter mit Jesuskind in Holz dar, eine Arbeit des Bildhauers Ignaz Hartmann aus Wiedenbrück. Traditionell macht die Prozession am Himmelfahrtstag auf dem Rückweg hier Halt, um zu beten und Marienlieder zu singen. Der Wilzenberg selbst, bekannt als Wallfahrtsberg oder „Heiliger Berg“ des Sauerlandes, birgt die Reste einer ehemaligen Wall- und Fliehburg. Die heutige Wallfahrtskapelle datiert aus dem Jahr 1773, während die Kreuzwegstationen ebenfalls in diesem Jahr entstanden sind. Ein 1895 erbauter, im Jahr 1990 auf siebzehn Meter erhöhter Aussichtsturm gewährt einen weiten Blick über das sogenannte Land der 1.000 Berge, der die Vorstellungskraft der früheren Bewohner:innen bezüglich der dort verorteten Gottheiten und Held:innen nachvollziehbar macht. Auf dem Gipfel befindet sich zudem ein Brunnen, lokal als Püttken bekannt. Die Region um den Wilzenberg ist zudem eng mit der Legende der Gräfin Chuniza verbunden, einer Gestalt, die dem Wilzenberg einen Teil seiner mystischen Aura verleiht. Ihre Geschichte, die von Reue und der Schenkung von Gütern an das Kloster Grafschaft erzählt, ist eng mit der Gründung von Schmallenberg verknüpft. Das Kloster Grafschaft, im Jahr 1072 durch den Kölner Erzbischof Anno gegründet, entwickelte sich zum kulturellen Zentrum des Sauerlandes und zur Keimzelle der heutigen Stadt Schmallenberg. Seine Blütezeit erlebte das Kloster im 12. Jahrhundert und später im 17. und 18. Jahrhundert durch die Förderung der Eisenindustrie. Die heutigen Gebäudeteile, darunter das beeindruckende Torhaus, wurden 1729 neu erbaut und lassen architektonisch eher ein Schloss als ein Kloster vermuten. Seit 1948 wird das Kloster von den Schwestern vom Orden der Borromäerinnen bewohnt, die nach ihrer Vertreibung aus Schlesien die Gebäude wiederaufbauten. Anlässlich des 925-jährigen Gründungsjubiläums im Mai 1997 wurde im Kloster ein Museum zur „Kunst und Geschichte des Kloster Grafschaft“ eröffnet, das liturgische Geräte, Schriften und Reliquien präsentiert. Diese Wanderung bietet somit eine umfassende Erkundung historischer Pfade, sakraler Orte und landschaftlicher Schönheit, bereichert durch tief verwurzelte Legenden und die Möglichkeit einer Einkehrmöglichkeit, die das Erlebnis abrundet.

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Vom Holz- & Touristikzentrum führt Sie die Tour zunächst über den X23 vorbei an der katholischen Kirche auf den X27. Vorbei an Sellmanns Linde folgen Sie stets dem Wegverlauf des X27 und werden auf den Wilzenberg gelangen.

Nachdem Sie den Wilzenbergturm passiert verlassen Sie den X27 und folgen dem A4 bis nach Grafschaft. Vorbei am Kloster Grafschaft führt Sie der G1, an der  Skulptur "Über den Teichen" des WaldSkulpturenWegs Wittgenstein-Sauerland von Andreas Oldörp entlang, bis auf den Wiesenweg. Diesem folgen Sie bis Sie den Lennepark von Schmallenberg erreicht haben. Von dort geht es durch den historischen Stadtkern Schmallenbergs zurück bis zu Ihrem Ausgangspunkt.

Toureigenschaften

  • Einkehrmöglichkeit

  • Gipfel

  • Kulturell interessant

  • Rundweg

Ausrüstung

Wir empfehlen festes Schuhwerk, sowie ausreichend Verpflegung und Getränke mitzubringen.

Anreise & Parken

Parken

Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich am Paul-Falke Platz an der Stadthalle oder in begrenzter Anzahl am Holz- & Touristikzentrum, Poststraße 7 in Schmallenberg.

Öffentliche Verkehrsmittel

In Schmallenberg verkehren die Buslinien S90, SB9 S40, 466 und 461, sowie der Wanderbus des Schmallenberger Sauerlandes. Nutzen Sie, um zum Ausgangspunkt der Tour der zu gelangen, die Haltestelle "Schützenplatz" oder „Habbel“.

Fahrplanauskunft: www.rlg-online.de

Mit der Schmallenberger Sauerland Card fahren Sie in der Region kostenlos mit Bus und Bahn, sowie dem Wanderbus.

Weitere Infos / Links

Zum Einkehren befinden sich in Grafschaft der Gasthof Heimes und Richtung Almert das Alpin Hotel.

Nutzen Sie in Schmallenberg die zahlreichen Einkehr- und Shoppingmöglichkeiten, weitere Informationen finden Sie unter: www.schmallenberg-direkt.de

Autor:in

Tourist-Information Schmallenberger Sauerland

Organisation

Schmallenberger Sauerland Tourismus

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: kein Copyright erforderlich (Public domain) (no Copyright)

Unser Tipp

Genießen Sie vom Wilzenbergturm den wunderbaren Rundumblick auf das Schmallenberger Sauerland und darüber hinaus.

Sicherheitshinweise

Im Hochsauerlandkreis ist ein Rettungspunktsystem installiert. Rettungspunkte finden Sie unter anderem auf den Informationstafeln der Knotenpunkte und der Wanderbeschilderung.

Karte

Wanderkarte Schmallenberger-Sauerland Maßstab 1 : 25.000; Wanderkarte Schmallenberg Maßstab 1 : 27.500

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