Rundwanderung am Lohse-Uhlig-Steig

  • 10,67 km lang
  • Rundweg
  • Schwierigkeit: mittel
  • Kondition: sehr leicht
  • Tolles Panorama
  • Wandern
  • 3:10 h
  • 10,67 km
  • 255 m
  • 255 m
  • 334 m
  • 492 m
  • 158 m
Zwei Namen, ein Steig, viele Spuren: Der Lohse-Uhlig-Steig ist keine gewöhnliche Wandertour, er ist eine Baugeschichte zum Durchlaufen. Dieser Steig ist Flächenmäßig die zweitgrößte Interventionsfläche welche im Rahmen der Kulturhauptstadt geschaffen wurde. 

Der Lohse-Uhlig-Steig verbindet Architekturgeschichte mit landschaftlichem Reiz. Er würdigt zwei bedeutende sächsische Baumeister des 18. Jahrhunderts: Johann Traugott Lohse und Christian Friedrich Uhlig. Beide prägten – gemeinsam und unabhängig voneinander – das Baugeschehen in der Region und darüber hinaus.

Entlang der Route liegen zahlreiche von ihnen entworfene Gebäude, darunter Kirchen, Schulhäuser, Rathäuser und Spinnmühlen. Der Weg führt durch verschiedene Ortsteile, vorbei an historischen Bauwerken und hinauf zu Aussichtspunkten mit weitem Blick ins Chemnitzer Umland.

Lohse gilt als Pionier des Kirchen- und Fabrikbaus in Sachsen. Uhlig, aus einfachen Verhältnissen stammend, trat erst ab 1820 mit eigenen Entwürfen hervor – stark geprägt von Lohses Stil. Gemeinsam und auch unabhängig voneinander hinterließen sie ein bis heute sichtbares architektonisches Erbe.

Der Steig ist als offizielle Interventionsfläche der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 Teil eines überregionalen Netzwerks kultureller Orte mit besonderer Bedeutung.

Unsere Entdecker Tipps:

  • Meridiansäule
  • Rastplatz "NimmPlatz"
  • Rathaus Altenheim
  • Kulturdenkmal "untere Spinnmühle"
  • Rastplatz „Mepps Ruh“ und Infopunkt „Böhmischer Steig“
  •  Äppelallee mit Wetterpilz

Gut zu wissen

Wegebeläge

Straße (17%)
Asphalt (22%)
Schotter (17%)
Weg (41%)
Pfad (3%)

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Die Wanderung kann wahlweise an der Meridiansäule begonnen werden. Da es eine Rundwanderung ist, sind aber auch andere Einstiege möglich. 

Die Meridiansäule dient als markanter Orientierungspunkt aus sächsischem Sandstein. Durch den integrierten Sehschlitz öffnet sich der Blick exakt entlang des 13. Längengrads östlicher Länge. Bei klarer Sicht reicht das Panorama bis zu den Höhenzügen des Erzgebirges, mit Keilberg und Fichtelberg am Horizont.

Wenig später lädt der Rastplatz „Nimm Platz“ zur Pause ein. Hier lassen sich Augustusburg, Spitzberg und die Dittersdorfer Höhe in aller Ruhe betrachten.

In Altenhain bietet sich ein kurzer Stopp am ehemaligen Schulhaus an, dem heutigen Rathaus, das 1850 von den Gebrüdern Uhlig errichtet wurde. Bereits kurz hinter dem Ort liegt mit der „Unteren Spinnmühle“ ein weiteres kulturhistorisches Zeugnis der Region. Diese wasserbetriebene Spinnmühle wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom Altenhainer Lehngutsbesitzer Johann August Hößler in Auftrag gegeben und von Baumeister Uhlig umgesetzt.

Am Rastplatz „Mepps Ruh“ laden eine Schutzhütte und der weite Blick ins Erzgebirge, inklusive Augustusburg, zum Verweilen ein.

Bevor Kleinolbersdorf wieder erreicht wird, wartet die Äppelallee samt Wetterpilz. Der überdachte Platz bietet nicht nur Schutz bei Regen, sondern auch einen Infopoint zur Bergbaugeschichte der Region und zur Kirche von Kleinolbersdorf.

Toureigenschaften

  • Kulturell interessant

  • Rundweg

Anreise & Parken

Anfahrt
mit dem ÖPNV:
  • mit dem Bus von Chemnitz Hauptbahnhof nach Altenhain bzw. Kleinolbersdorf

mit dem Auto:

  • über die B174 bis Abfahrt Kleinolbersdorf-Altenhain und der Altenhainer Dorfstraße folgen
  • über die B180 der Beschilderung Richtung Kleinolbersdorf-Altenhain folgen
Parken
  • Parkmöglichkeiten gibt es an der Schillerstraße in Kleinolbersdorf

Autor:in

Vanessa Hähnel

Organisation

Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V.

Lizenz (Stammdaten)

Vanessa Hähnel
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