Tabak-Radelroute Bünde

29,23 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: leicht
Kondition: sehr leicht
Radfahren
  • 2:00 h
  • 29,23 km
  • 123 m
  • 123 m
  • 64 m
  • 115 m
  • 51 m
  • Start: Bahnhof in Bünde
  • Ziel: Bahnhof in Bünde
Die Tabak-Radelroute Bünde führt als Rundkurs durch eine von Tabakanbau geprägte Kulturlandschaft. Sie eröffnet Erkenntnisse zur regionalen Wirtschaftsgeschichte. Unterwegs laden diverse Gastronomiebetriebe zur Verweilung ein.
Die Tabak-Radelroute in Bünde beleuchtet die Entwicklung der Stadt zu einem maßgeblichen Zentrum der deutschen Tabak- und Zigarrenindustrie im späten 19. Jahrhundert. Der Rundkurs, der über Holsen, Ennigloh und Dünne verläuft, zeichnet sich durch seine Nähe zum Stadtzentrum aus, im Gegensatz zu stärker ländlich geprägten Routen. Entlang der Strecke sind sowohl historische Zeugnisse dieser wirtschaftlichen Blütezeit als auch aktuell operierende Betriebe zu finden. Der Streckenverlauf beginnt und endet am Bahnhof Bünde. Er führt zunächst entlang der Else in das Stadtzentrum, umrundet dort den Kernbereich mit seiner Fußgängerzone und der Museumsinsel. Hier offenbaren sich der historische Tabakspeicher, das Denkmal der Zigarrenpionier:innen Steinmeister und Wellensiek, deren Wohnhäuser, die Zigarren-Fabriken August Schuster und Arnold Andre sowie das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum. Die Route folgt der neuen Else aus dem Ortszentrum heraus, passiert die Nienburger Wassermühle und führt über Werfen nach Ahle, wo ein altes Kötterhaus die vormalige Heimarbeit der Zigarrenherstellung exemplarisch darstellt. Südlich von Ahle bietet sich die Möglichkeit eines Abstechers zum Hücker Moor zur Erholung an. Weiter nördlich, nach Passieren der ehemaligen Zigarrenfabrik Gustav Beinke in Holsen, beginnt ein Abschnitt mit moderaten topografischen Veränderungen. Vorbei am Geburtshaus von Tönnies Wellensiek erreicht die Strecke den Bünder Ortsteil Dünne, wo sich die Firmengebäude der Zigarrenfirma Villiger Söhne befinden. Von Dünne aus führt der Weg geradlinig und abfallend in das Gewinghauser Bachtal und zurück in das Zentrum von Bünde. Kurz vor dem Ausgangspunkt durchquert die Tour die Türkenkostsiedlung und passiert die Zigarrenfabrik Gerhardt & Dustmann. Der Rundkurs ist überwiegend auf asphaltierten Nebenstraßen mit geringem Verkehrsaufkommen konzipiert. Das Relief weist eine moderate Ausprägung auf. Das landschaftliche Umfeld der Route besitzt eine spezifische Attraktivität, wobei die Thematik der Tabakindustrie die Routenführung primär bestimmt.

Gut zu wissen

Wegebeläge

Straße
Asphalt
Schotter
Weg

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

Vom Bünder Bahnhof aus geht es in südlicher Richtung über die Else hinweg los. An der Laurentiuskirche biegt die Route nach links ab, um am Steinmeisterpark und den Villen der Familien Steinmeister und Wellensiek entlang zu führen. Weiter geht es an den Zigarrenfabriken in der Blumenstraße und der Moltkestraße vorbei zum deutschen Tabak- und Zigarrenmuseum an der Fünfhausenstraße. Über den Ortsteil Hunnebrock wird das Stadtkern von Bünde verlassen und über Nienburg an der Else und die Nienburger Mühle führt die Route durch Werfen bis zum Hücker Moor. Von dort geht es nach Norden weiter, durch Ahle und in einem großen Bogen um Holsen herum, auf den östlicher gelegenen Bünder Ortsteil Ennigloh zu. In Ennigloh biegt die Route erneut nach Norden ab, wo die Routenführung bei Muckum erneut in östliche Richtung führt, um anschließend in Dünne einen großen Bogen zu beschreiben, der an der Zigarrenfabrik "Villiger Söhne" vorbeiführt.  Danach geht es wieder in südlicher Richtung weiter auf die Stadtzentrum von Bünde zu. Kurz vor Ende der Tour wird noch die Zigarrenfabrik "Gerhardt & Dunstmann" angefahren, die noch gut erhalten ist und damit einen Einblick in die Vergangenheit ermöglicht. Anschließend wird der Ausgangspunkt am Bünder Bahnhof wieder erreicht.

Toureigenschaften

  • Einkehrmöglichkeit

  • Familienfreundlich

  • Rundweg

Anreise & Parken

Die Route beginnt direkt am Bahnhof Bünde.
Der Bahnhof in Bünde bietet ausreichende Parkmöglichkeiten.
Mit dem Zug nach Bünde. Die Route beginnt direkt am Bahnhof.

Immer wissen, was fährt - eine kostenlose Nummer für alle Fälle: Unter 08006 50 40 30 erhalten Bus- und Bahnkund*innen in NRW rund um die Uhr Tarifinformationen, Fahrplanauskünfte und mehr.

Weitere Infos / Links

Autor:in

Thomas Wehrenberg

Organisation

Touristikgemeinschaft Wittekindsland Herford e.V.

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: kein Copyright erforderlich (Public domain) (no Copyright)

Unser Tipp

Stationen der Route:

  • Tabakspeicher / Wasserbreite 5
  • „Steinmeister & Wellensiek“-Denkmal / Bahnhofstraße, Rathausvorplatz2a. Tipp jenseits der Fahrradroute: Die „Meierschen“ Häuser / Eschstraße 23 und 25
  • Wohnhaus der Familie Wellensiek / Eschstraße 35
  • Villen der Familie Steinmeister / Eschstraße 43 und 45
  • Zigarrenfabrik „August Schuster“ / Blumenstraße 2-8
  • Zigarrenfabrik „Arnold André“ / Moltkestraße 10-18
  • Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum auf der Museumsinsel Bünde / Fünfhausenstraße 8-12
  • Nienburger Mühle / Nienburger Straße 36
  • Filialbetrieb der Firma „Arnold André“ / Voßbruchweg 76
  • Kötterhaus / Karrenbruch 111
  • Zigarrenfabrik „Gustav Beinke“ / Rödinghauser Straße 157
  • Geburtshaus von Tönnies Heinrich Wellensiek / Horstsiekstraße 65
  • Zigarrenfabrik „Villiger Söhne“ / Landwehrstraße 38-44
  • „Türkenkostsiedlung“ / Beispielhaft die Astern- und Tulpenstraße
  • Zigarrenfabrik „Gerhardt & Dustmann“ / Holser Straße 8

Weitere Besonderheiten unterwegs sind beispielsweise das Hücker Moor und das NSG Gewinghauser Bachtal.

Kulinarisch hat die Route auch etwas zu bieten:

  • Hotel-Restaurant „Handelshof“ mit kleinem Biergarten, Bünde
  • Cafe-Bistro „Die Kaffeemühle“, Bünde
  • Cafe-Bistro „TomTom Inn“, Bünde
  • Gasthof „Niedermeier“ mit Biergarten und Radler-  Rastplatz, Bünde

Weitere Informationen zu der Route und den Wegpunkten finden sie auf der Fahrradfreizeit-Homepage des Kreises Herford: http://www.fahr-im-kreis-herford.de/alle-touren/themenrouten/tabak-radelroute-buende

Sicherheitshinweise

1. Das Befahren der Radrouten geschieht auf eigene Gefahr, jeder ist für sich selbst verantwortlich.

2. Für alle Radler gilt die Straßenverkehrsordnung.

3. Für die Radtouren ist ein verkehrssicheres Fahrrad zu benutzen.

4. Das Tragen eines Fahrradhelms wird empfohlen.

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