Waldaubacher Sagenweg Sage 8
Zwischen Rothaarsteig und WesterwaldSteig bietet der Waldaubacher Sagenweg (9 km) wunderschöne Aussichten und zwölf spannende Sagen.
Sage 8
Die Sage von der Trollblume
In den „Trodelsteinen" ouf dem Hohen Westerwald hausten einstmals die Trolle. Sie wohnten in der Tiefe des Berges, in den sie durch die Spalten der vielen Basaltsteine gelangten, die den Berg bedeckten. Im Inneren des Berges bewachten sie große Schatze. Die Menschen erfuhren von den Schätzen und trachteten danach, sie den Trollen wegzunehmen. Zu diesem Zweck begamen sie, den Berg abzubauen. Die Trolle fühlten sich in den _Trödelsteinen" nicht mehr sicher und zogen mit Sack und Pack und mit ihren Schätzen schwer beladen, aus dem Gebiet der _Trodelsteine" fort in andere Bergkegel. So fanden sie zum Beispiel Zuflucht in der „Fuchskaute", im „Stegskopf" oder im „Salzburger Kopf", um sich dort niederzulssen. Bei Jungmond zogen sie aus - Nacht um Nacht schleppten sie ihre Lasten über das „Geschwimm" , wo die Erde feucht ist und wo sogar ein Mensch, erst recht aber ein kleiner Troll stecken bleiben konnte, wenn er des Weges nicht achtete. Die Große der Reichtümer wor so gewaltig, dass sie mit der Beförderung der Schätze in ihr neues Reich noch nicht fertig waren, als der Mand abzunehmen begann und ihnen nicht mehr leuchten konnte. So kam es dann, dass die Trolle in einer Nocht mit ihren Lasten mitten im Geschwämm" von volliger Dunkelheit überrascht wurden. Sie gerieten vom schmalen Pfad ab und sanken in die Sümpfe ein, wo sie elend stecken blieben. Alsbald begann es von allen Serten jämmerlich zu klagen: es waren die Trolle, die um Hilfe riefenl Das hörten die Juffern" (als Juffer" bezechnet man ursprünglich eine Jungfrou, Betschwester oder Frömmlerin) die in feuchten Wiesen und Waldern zu leben pflegen und sie kamen herbei, den Trollen zu helfen. Wie aber sollte dies geschehen? Es fehlte den Trollen an Licht, um den rechten Weg zu erkemen. Da ließen die „Juffern" aus den feuchten Böden Blumen sprieden und auf die Blumen setzten sie grellgelbe Blüten, die so stark leuchteten, dass die Trolle nun wussten, woher der rechte Pfad verlief. Sie sommelten sich, schleppten ihre Lasten aus dem Geschwänm" heraus und fanden glücklich heim. Die Blumen der „Juffern" aber blihen dort heute noch, die Trollblumen in Geschwimm".
Quelle:
Schul-und Ortschronik der Ortsgemeinde Emmerzhausen
(Marc Rosenkranz, Emmerzhausen)
www.emmerzhausen-westerwald.de
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