Waldaubacher Sagenweg Sage 9
Zwischen Rothaarsteig und WesterwaldSteig bietet der Waldaubacher Sagenweg (9 km) wunderschöne Aussichten und zwölf spannende Sagen.
Sage 9
Der wilde Jäger bei Waldaubach
Ein Metzger hatte geschäftehalber in Rabenscheid und Waldaubach zu tun gehabt und war nun mit seinem Hundefuhrwerk nach Nister unterwegs. Wie er an der Waldaubacher Schutzhecke war, hörte er von der Fuchskaute her ein fürchterliches Getöse, ein Schreien, Bellen, Heulen, Lachen, Brüllen als wenn eine ganze Herde wilder Tiere losgelassen sei, Seine Hunde, die auch den Höllenlärm vernommen hatten, liefen mitsamt dem Wagen, auf dem er saß, so rasend und von Ängst getrieben dahin, dass ihre Füße kaum den Boden berührten. Die tolle Jagd in den lüften aber kam immer näher. Plötzlich wurde der Wagen festgehalten und der Metzger im Bogen auf das Feld hinausgeschleudert. Der ließ Wagen und Hunde im Stich und lief, was er laufen konnte, nach Nister. Dort sagte er, es brächten ihn keine zehn Pferde mehr an die Stelle. Wenn das nicht der Wilde Jöger gewesen wäre, dann könnte es nur der leibhaftige Teufel gewesen sein. Die Leute suchten ihn zu beruhigen und machten sich dann auf, das Hundefuhrwerk zu suchen. Oben auf der Höhe fanden sie es zwischen zwei Haufen Chausseesteine festgeklemmt. Die Hunde gebärdeten sich in ihrer Angst wie toll; von dem Lärm war aber nichts mehr zu hören.
Sage 1 aus dem Buch
"Sagen des Westerwaldes"
Westerwaldverein e.V.
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