Stadtkirche Mutzschen
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Um 1100 brachten deutsche Siedler den christlichen Glauben nach Mutzschen und errichteten zunächst eine Holzkirche, später um 1250 eine steinerne Kirche mit starken Mauern und Rundbogenfenstern. 1490 ließ Heinrich von Starschedel die Kirche erweitern und gründete ein kleines Kloster des Marien-Serviten-Ordens. Die neue Klosterkirche beeindruckte mit Gewölben, Maßwerkfenstern und guter Akustik. Noch erhalten ist das Portal von 1490 am Westgiebel. Die Ordensgeistlichen führten die Reformation in der Region ein.
1681 wurden Stadt und Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg erneut durch einen Brand zerstört, jedoch von den Einwohnern wieder aufgebaut. 1834 erfolgte ein großer Umbau mit größeren Fenstern, neuer Kanzel und Emporen. Die alte Trost-Orgel wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch ein Werk der Firma Schmeisser ersetzt.
1940 musste der Chorraum nach einem Einsturz vom Kirchenschiff abgetrennt werden. In den 1980er Jahren wurde die Kirche außen saniert, 2001 folgte die Innenrenovierung mit neuer Kassettendecke.
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